BLB-Bestechungsskandal: noch mehr Parteispenden

9. November 2011 von | Keine Kommentare

Der Korruptionsskandal um den landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) könnte sich nach Recherchen der WAZ zu einer Parteispendenaffäre ausweiten. Nachdem gestern bekannt wurde, dass die Essener Bauunternehmer Stephan Kölbl und Marcus Kruse insgesamt 38 000 Euro an die Duisburger CDU über zwei Jahre verteilt in vier Tranchen überwiesen haben, konnten nun auch Spenden an die SPD nachgewiesen werden. 

So überwiesen Kölbl und Kruse im Wahlkampf 2009 insgesamt 8000 Euro an die Essener SPD. Die Dortmunder SPD erhielt 2009 insgesamt 9800 Euro. Gezahlt wurden jeweils getrennt in zwei Tranchen aus den Privatkassen der Unternehmer. Die Spenden an die SPD blieben wie die Spenden an die Duisburger CDU knapp unter der Grenze zur Veröffentlichungspflicht in Höhe von 10 000 Euro.

In allen drei Städten waren Kölbl und Kruse mit ihren Unternehmen geschäftlich aktiv und unterhielten Bauprojekte. 

Während in Duisburg die Partei des CDU-OB Sauerland die Spenden erhielt, bekamen in Essen und Dortmund die örtlichen Parteien der SPD-OB-Kandidaten das Geld. 

Die Anwälte von Kölbl und Kruse bestätigten die Zahlungen, widersprachen allerdings dem Eindruck, es habe sich um verbotene „Dankeschön“- Spenden im Zusammenhang mit lokalen Baugeschäften gehandelt: „Dieser Zusammenhang wäre absurd.“ Weitere Parteispenden von Kölbl und Kruse gäbe es zudem nicht.

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