Der Trödelking packt aus

6. August 2012 von | 17 Kommentare

Roland Beuge ist der Trödelking. Im Interview berichtet er von den Hintergründen seiner Steuerhinterziehung.

Roland Beuge ist der Trödelking. Im Interview berichtet er von den Hintergründen seiner Steuerhinterziehung.

Der Trödelking Roland Beuge hat seine Sendung im WDR verloren. Gerade war er noch ein Aushängeschild des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, seine Sendung ein Quotenbringer, heute ist er unerwünscht. Der Grund dafür: Roland Beuge musste einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung akzeptieren. Er hat einen Großteil seiner Honorare für WDR-Sendungen illegal bezogen. Danach wurde er wie eine heiße Kartoffel fallen gelassen. Fast alle sagen, An seinem Schaden sei Roland Beuge alleine schuld. Das will der Trödelking nicht auf sich sitzen lassen. In diesem Interview packt er über die Hintergründe seiner Karriere aus. Er erklärt, wie er wurde, was er war. Und wie es dazu kommen konnte, dass Gebührengelder aus dem WDR über Produktionsfirmen und Schweizer Briefkasten an der Steuer vorbei an Roland Beuge fließen konnten.

Herr Beuge, wie sind Sie der Trödelking geworden?
Das ist eine recht kurze Geschichte. Nach einer Firmenpleite habe ich erst in Lohmar und dann in Troisdorf Trödelhallen aufgebaut und gleichzeitig erfolgreich über Ebay gehandelt. Das waren meine einzigen Chancen damals, ein paar Euro zu verdienen. Und wie es das Leben so will, hat sich dann bei mir die Produktionsfirma Janus TV gemeldet. Diese hat einen guten Verkäufer für die Sendung „Ramsch und Reibach“ gesucht. Das Casting lief allerdings nicht über Janus TV, sondern über die Firma Good Times, bei der vieles in Köln zusammenlief, wie ich noch erfahren sollte.

Die Sendung „Ramsch und Reibach“ wurde aber nie mit ihnen ausgestrahlt.
Nein, nicht mit mir als Experten. Aber ich hatte mit Janus TV einen Deal. Sie wollten mit mir einen 45 Minuten Film drehen. Und zwar über meine Trödelhalle in Troisdorf. Diese Sendung hieß „Der Trödelkönig von Troisdorf“ und wurde 2006 bei Kabel 1 ausgestrahlt. Ich hatte gehofft, mit der Sendung meine Trödelhalle ein wenig nach vorne zu bringen. Dass die Sache so einschlägt, dass später mal der WDR den roten Teppich für mich ausrollt, hätte ich nie gedacht.

Wie kamen Sie zum WDR?
Nach dem „Trödelkönig von Troisdorf“ kam wieder die Produktionsfirma Good Times auf mich zu. Wie gesagt, dort liefen viele Fäden zusammen. Sie wollten mich als Verkaufs-Experten zur Sendung „Der große Finanzcheck“ schicken. Damals begann für mich das Übel. Ich konnte kaum in den Spiegel schauen. Ich hatte Offenbarungseide abgegeben. Aber ich trat als im Finanzcheck als Verkaufsexperte auf, um Schulden von anderen Leuten zu regeln. Ich dachte, wie pervers ist die Welt.

Wer hat Sie geholt?
Ich wurde von der Geschäftsführerin der Good Times, Sylvia Fahrenkrog-Petersen, als Experte zur Sendung geholt. Bei den ersten Gesprächen war auch ihr Mann, Karl-Heinz Angsten, dabei. Angsten war damals Formatentwickler beim WDR, eine der größten Nummern im Sender. Die beiden sagten mir: Roland, vertrau uns, wir lassen uns noch was für dich einfallen. Wir kriegen andere Formate für dich.

Reden wir vom Beginn des Trödelkings?
Die Sendung sollte zunächst „Der Mann mit dem Hammer“ heißen. Die Entwicklung lief über Karl-Heinz Angsten und dessen Frau Sylvia Fahrenkrog-Petersen. Das Format wurde aus England übernommen. Da gibt es eine ähnliche Sendung mit dem Namen „Cash in the Attic“. Der Titel „Trödelking“ kam von mir. Ich war ja der Trödelkönig von Troisdorf.

Wie lief das mit dem Lohn? Sie hatten aus ihrer eingangs erwähnten Firmenpleite doch Schulden von über 100.000 Euro zu bedienen.
Schon bei der ersten Produktion habe ich den Leuten gesagt, dass ich kein Geld verdienen kann, weil ich eine Pleite hingelegt hatte. Ich habe immer mit offenen Karten gespielt. Ich wusste doch, egal, wo ich auftauche, kommen anschließend Gläubiger und wollen meinen Lohn pfänden. Die Produzenten haben mir von Anfang an gesagt: Roland, da gibt es andere Wege. So sollte ich Tankquittungen beibringen, egal welche. Das Geld wurde mir dann erstattet, bis ein zuvor vereinbarter Geldbetrag erreicht war. Das war mein Lohn – es ging bis zu 1500 Euro im Monat. Als passende Geschichte wurde mir präsentiert, ich hätte Recherchen für die Produzenten gemacht. Also, ich hätte etwa eine Vase gefunden. Und um den Wert der Vase zu ermitteln, sei ich von Pontius nach Pilatus gefahren. Dazu kamen Quittungen für alle möglichen Sachen, etwa Material aus dem Baumarkt oder einfach Kleidung, die ich angeblich gekauft hätte.

Die ersten Staffeln Trödelking wurden dann von der Firma Media Uno gedreht, an der die Good Times beteiligt war. Wie lief das ab?
Das war völliges Low Budget. Mein Lohn lag lange nicht bei 10.000 Euro pro Folge. Die Helfer waren fast ausschließlich Praktikanten und Studenten. Kaum Zusage wurde eingehalten. Ständig mussten irgendwelche Situationen nachgedreht werden, um die Geschichten an die Wünsche der Redaktion anzupassen. Mit der Realität hatte dieses Geschichten-Bauen wenig zu tun. Der Abgabetermin jeder Folge war der Horror, teilweise mussten wir eine Woche vor Ausstrahlung noch drehen.

Gab es Streit?
Ich wollte ehrliche Geschichten machen, zeigen wie es wirklich ist. Aber das ging kaum. Ein Beispiel nur: der WDR hat sich ein so genanntes Promi-Trödeln gewünscht. Wir sind also zur Bonner Kabarettistin Anka Zink gefahren. Ich bin direkt in den Keller gegangen. Dort war nichts, was getrödelt werden konnte. Der Keller war nackig. Das habe ich auch gesagt. Dann ist ein Mitarbeiter der Media Uno in den Baumarkt gefahren und hat einen Werkzeugkasten gekauft und den in den Keller gestellt. Den Werkzeugkasten sollte ich dann vertrödeln. Das war ein Fake. Ich war stinksauer und hab meine Wut rausgebrüllt. Es heißt, ich sei cholerisch. Nein, ich war bitter enttäuscht, dass man mich so weit bringen wollte, für das Fernsehen zu lügen. Von den Protagonisten, so werden die Menschen genannt, deren Sachen vertrödelt werden, ganz zu schweigen.

Wie ging es mit dem Geld weiter?
Die Schulden haben mich fertig gemacht. Die Hälfte waren echte Schulden aus meiner Pleite. Der Rest bestand aus Zinsen, Gerichts- und Anwaltskosten. Irgendwann hast du keine Lust mehr aus dem Bett zu steigen. Du hast nur noch eine Chance: wenn du im Lotto gewinnst. Ich hatte Glück und bekam eine andere Möglichkeit eröffnet. Einer kam und sagte: hey, du kommst ins Fernsehen. Anja Krafzick von der Media Uno hat mir von Beginn an gesagt, für eine Folge Trödelking könnte ich zwischen 4000 und 5000 Euro bekommen.
Alle wussten, dass ich pleite war. Auch die führenden Leute beim WDR. Aber mir haben alle nur gesagt, dass ich vor der Kamera gut aussehen muss. Um den Rest kümmern sich andere. Es hieß, ich sei schließlich nicht der einzige Moderator, der verschuldet ist.
Am Ende sollte ich meine Persönlichkeitsrechte an eine dritte Person verkaufen. Diese Idee kam schon vom WDR-Mann Karl-Heinz Angsten und seiner Frau Sylvia Fahrenkrog-Petersen, von der Good Times. Sie sagten mir, ich solle jemanden beibringen, dem ich meine Persönlichkeitsrechte geben könne. Über diese Person würden dann die Zahlungen abgewickelt. Was ich dann mit dem Geld machen würde, sei nicht ihr Problem. Ich hatte bis dahin noch nie in meinem Leben etwas von Persönlichkeitsrechten gehört.
Kurzfristig haben wir das über eine Firma von mir geregelt. Später wurde mir dann ein Anwalt empfohlen, der eine dauerhafte Lösung stricken sollte. Der Anwalt hat mir die entsprechenden Verträge vorgelegt. Ich selbst habe mir den passenden Treuhänder in der Schweiz ausgesucht, weil ich dorthin sowieso auswandern wollte. Am Ende haben drei Parteien den Vertrag unterzeichnet. Anja Krafzick für die Media Uno, mein Treuhänder und ich. Wir alle wussten, worum es geht. Mit dem Geld, das ich verdient habe, wollte ich angefangen, meine Schulden zu bezahlen. Ich wollte meine Vergangenheit bewältigen.

Haben Sie in der Schweiz Steuern gezahlt?
Ich habe meine Firma dort gegründet, ich habe mir dort eine Wohnung genommen. Und ja, ich habe dort Steuern bezahlt. In der Schweiz ist mein Zuhause. Allerdings war ich wegen der ganzen Dreherei für den Trödelking weniger als 180 Tage im Jahr zu Hause. Deswegen war ich in Deutschland steuerpflichtig. Diese Steuern musste ich nun nachzahlen.

Wie kamen Sie zur Produktionsfirma Encanto von Bettina Böttinger?
Aus persönlichen Gründen konnte ich nicht mehr mit Anja Krafzick und der Media Uno zusammenarbeiten. Ich wollte dann mit der Sony Pictures GmbH weiterarbeiten.
Führende Leute des WDR haben mir aber gesagt, ein Wechsel sei nicht so einfach möglich. Es müsse eine Ausschreibung geben. Nach meinem Wissen haben sich auch einige Firmen an der Ausschreibung beteiligt. Aber nur eine einzige Firma außer der Sony hat im Verlauf dieser Ausschreibung mit mir gesprochen. Das war die Encanto von Bettina Böttinger. Diese hat dann auch die Ausschreibung gewonnen. Komisch oder?

Wusste die Encanto von Ihren Problemen?
Ich bin davon überzeugt. Beim Wechsel zur Encanto von Bettina Böttinger habe ich meinen Treuhänder abgelöst. Statt seiner habe ich meine eigene Firma in die Verträge über meine Persönlichkeitsrechte eingesetzt. Nach meinem Verständnis wusste die Encanto, dass ich alleine hinter der Firma stand. Ich stand ja auch als Geschäftsführer in den Verträgen mit der Encanto und hatte eine Ankündigung im Internet veröffentlicht, dass ich der alleinige Gesellschafter meiner Firma war. Kurz nachdem die ersten Folgen Trödelking unter Regier der Produktionsfirma Encanto ausgestrahlt wurden, standen auch schon wieder meine Gläubiger auf der Matte. Ich meine, die Encanto wusste was ich tat. Auch bei der Encanto habe ich übrigens regelmäßig hohe Tankrechnungen eingereicht, die mir erstattet wurden. Die Fahrten hat es nicht gegeben. Und die Encanto musste das nach meinem Empfinden wissen. Man muss nur die angeblichen Fahrten mit den Kilometerständen und Kennzeichen der Autos vergleichen, die ich für die Encanto benutzt habe. Ich habe Teilweise Benzin und Dieselquittungen für ein und dasselbe Auto abgegeben.

Mit Encanto gab es später Streit. Warum?
Ich war auch mit der Arbeit der Encanto nicht zufrieden. Ich bin vom Regen in die Traufe geraten. Ein Beispiel: Wir hatten ein großes Stahlboot, das sollte für einen Protagonisten verkauft werden. Ich habe das Boot in Handarbeit mit einem Hochdruckreiniger sauber gemacht. Dann haben wir das Boot bei einem Freund untergestellt, bis es verkauft werden konnte. Das hat ein paar Tage gedauert. Der Trailer aber, auf dem das Boot stand, hatte nur ein Kurzzeitkennzeichen. Irgendwann hat die Encanto das Boot von einem Angestellten abholen lassen. Ich habe den Mann gefragt, wo die neuen Kennzeichen sind. Er hat gesagt, er hat keine. Ich hab ihm gesagt, ohne Kennzeichen und damit ohne Versicherungsschutz darf er nicht auf die Straße. Damit wollte ich nichts zu tun haben. Der Fahrer wurde dann von der Encanto unter Druck gesetzt trotzdem mit dem Boot abzuhauen – angeblich weil die Zeit für den Dreh knapp wurde. Die Encanto hat den Mann nach meinem Wissen tatsächlich mit einem tonnenschweren Stahlboot ohne Versicherungsschutz über deutsche Straßen fahren lassen. Ich war verdammt wütend.

Die Encanto ist doch ein ordentlicher Laden.
Wenn die das sagen. Ich gebe mal ein anderes Beispiel: ich will nichts mit dem 2. Weltkrieg zu tun haben. Ich will keine Hitler-Tagebücher verkaufen, ich will keine Hakenkreuze verhökern, nichts dergleichen – und schon gar nicht in meiner Sendung Trödelking. Nur eine Ausnahme lasse ich zu, wenn hinter einer Sache aus dem Krieg eine historische Geschichte steckt, die erzählt werden muss. So einen Fall gab es tatsächlich. Eine Familie aus Köln hatte einen Opa, der mit einer zusammengeschossenen Junkers Ju seine Kameraden von der Ostfront gerettet hat. Für diese Familie sollte ich ein Andenken von diesem Opa verkaufen. Das gelang auch in angemessenen Rahmen. Ich habe das Andenken an ein Heimatmuseum verkauft. Die Familie hatte aber auch anderes Zeug. Eben Hakenkreuze und diesen Schund. Ich habe in der Redaktion laut und deutlich gesagt, wir verkaufen keinen Nazikram. Ich wollte nicht, dass es später heißt, der Trödelking verhökert Hakenkreuze. Eine klare Ansage, oder?
Dann hat aber trotzdem eine Frau aus der Produktionsfirma von Bettina Böttinger einen Kontakt zwischen einem Experten für Militaria und der Familie mit den Naziorden hergestellt. Hinter meinem Rücken. Dieser Händler stand auf meiner Experten- und Händlerliste. Und dieser Händler hat dann die Kriegsorden samt Hakenkreuzen und das andere Dreckszeug aus dem Nazireich gekauft. Ich finde das unglaublich.

Hat Bettina Böttinger davon gewusst?
Ich habe allen Leuten in der Redaktion gesagt, wie unglaublich ich den Vorgang finde. Ich habe es Bettina Böttinger ausrichten lassen. Darauf gab es nie eine Reaktion. Stattdessen wurde ich wegen meiner Wutanfälle gemaßregelt. Nach den Ursachen der Wut wurde aber nicht gefahndet. Jeder macht Fehler und wenn man gegen das Gesetz verstößt, wird man bestraft. Dazu sollte jeder stehen. Der Fisch stinkt am Kopf. Für mich sieht das aber nicht nur bei der Encanto so aus. Sondern auch beim WDR. Schließlich ist der WDR für seine Sendungen verantwortlich. Ein persönliches Gespräch mit der Intendantin Monika Piel wurde mir aber immer verweigert. Obwohl ich ihr Büro über die Missstände informiert habe.

 

Hintergrund zum Interview:

Roland Beuge hat einen Strafbefehl wegen hinterzogener Steuern akzeptiert. Fahnder haben nachgewiesen, dass der Trödelking über die Schweiz Honorare für die Produktion seiner Erfolgssendung bezogen hat. Nun packt Beuge allerdings aus, wie im Interview oben nachzulesen ist.

Der TV-Promi will nicht einsehen, dass er alleine Fehler gemacht haben soll. Er sagt, die Produktionsfirmen hätten weggesehen, um mit ihm Geld zu scheffeln. Wie aus einem WDR-Vertrag hervorgeht, haben die verschiedenen Produktionsfirmen weit über 5 Millionen Euro mit der Sendung umgesetzt. Beuge sagt, alle hätten ihn fallen lassen, als es ihm an den Kragen ging. Und dass WDR und Produktionsfirmen wussten, dass Honorare für seine Arbeit über die Schweiz flossen.

Nun ist Beuge nicht der beste Zeuge. Er ist vorbestraft. Er ist wütend. Er hat Streit mit fast allen Produktionsfirmen. Und so muss man auch das Interview lesen.

Die Angegriffenen wehren sich jedenfalls gegen Beuges Vorwürfe. Der WDR sagt, die Probleme gingen nur die Produzenten des Trödelkings etwas an. Weitere Angaben zum Verfahren rund um den Trödelking verweigert der Sender fast vollständig. Er sagt nichts dazu, wie der Trödelking im WDR platziert wurde und wer das ganze ausgewählt und angeleiert hat.

Die Verantwortlichen der Good Times bestreiten, Beuge zum Star gemacht zu haben, die Strippen seien immer über andere gezogen worden. Sylvia Fahrenkrog-Petersen sagt etwa, dass es keine Treffen mit Roland Beuge gegeben habe, bei denen über die Besetzung des Trödelking gesprochen worden sei. Es seien auch weder von Karlheinz Angsten noch von Sylvia Fahrenkrog-Petersen Vorschläge zum Verkauf von Persönlichkeitsrechten
oder einer Abrechnung über einen Treuhänder in der Schweiz gemacht worden. Hierzu bestand nach Ansicht von Fahrenkrog-Petersen auch keinerlei Veranlassung, da weder Karlheinz Angsten, noch Fahrenkrog-Petersen selbst in die Produktion und Abrechnung der Sendung “Trödelking” involviert gewesen seien.

Die Geschäftsführerin der Firma Media Uno, die die ersten Trödelking-Staffeln produziert hat, sagt, sie sei hinter das Licht geführt worden. Sie habe Steuern nachgezahlt und versuche nun das Geld von Beuges Treuhänder in der Schweiz zurückzubekommen – leider erfolglos.

Die nächste Trödelking-Firma Encanto äußert sich nicht. Die Encanto gehört Bettina Böttinger, einer anderen prominenten WDR-Frau.

Tatsächlich sind einige Vorwürfe von Beuge kaum zu beweisen. Beispielsweise zur Aussage, beim Promi-Trödeln mit Anka Zink sei ein Werkzeugkasten in den Keller der Komikerin gestellt worden, um diesen dann zu verkaufen. Die Chefin der Media-Uno, Anja Krafzick, sagt, sie habe keine Erinnerung an einen speziellen Werkzeugkasten.

Im Fall der verkauften Hakenkreuze lässt sich nicht abschließend klären, wer den Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer hergestellt hat. Die Firma Encanto von Bettina Böttinger will sich nicht äußern. Beuge sagt, der Deal sei über eine Mitarbeiterin in der Encanto-Redaktion eingestielt worden.

Auch die Geschichte mit dem Anhänger, der im Auftrag der Encanto ohne Versicherungsschutz über deutsche Straßen gefahren sein soll, lässt sich kaum seriös überprüfen. Es existiert zwar eine Quittung, über die Anmeldung des Anhängers. Aber die Quittung ist erst gegen 14:30 Uhr abgestempelt worden. Beuge sagt jedoch, der Anhänger sei vormittags abgeholt worden. Sein Freund könne das bezeugen. Es kann also durchaus sein, dass der Anhänger einen halben Tag ohne Versicherungsschutz bewegt wurde. Es kann aber auch sein, dass Beuge sich schlicht vertut. Die Encanto wollte sich nicht äußern.

Genauso schwierig ist es, die Vorwürfe zu beweisen, dass Beuge Tankquittungen beigebracht hat, um damit einen Teil seines Lohnes an der Steuer vorbei zu kassieren. Dazu müsste man die Benzinquittungen aus der Buchhaltung der betroffenen Firmen nebeneinanderlegen und mit den angegebenen Strecken und Fahrzeugen vergleichen. Das kann nur die Steuerfahndung.

Beuge wird heute schlecht gemacht, aus den Produktionsfirmen heraus werden Beschwerde-Listen in der Kölner Medienszene bis in die WDR-Hierarchien herumgereicht. Beuges Name soll ruiniert werden.

Doch werfen die Listen in meinen Augen vor allem eine Frage auf: Warum hat der WDR, warum haben die Firmen den Trödelking mit dem Beuge weiterproduziert, wenn alle Beuge so unmöglich fanden?

Eine Antwort liegt nahe: In einem der ersten Verträge sichert der WDR den Produzenten des Trödelkings rund 60.000 Euro je Folge Rohertrag zu – der Vertrag liegt mir vor. Das ist nicht schlecht. Insgesamt wurden mit dem Trödelking weit über 5 Millionen Euro umgesetzt. Gründe genug, über das eine oder andere hinwegzusehen und alle Verträge zu erfüllen.

Bettina Böttinger wusste gar von Unterhaltszahlungen, die von Amts wegen über die Encanto von Beuge eingetrieben werden sollten. Trotzdem drehte ihre Encanto die Trödelking-Staffel zu Ende. Und Böttinger sicherte Beuge in einem Brief trotz Kritik an seinem Verhalten Unterstützung bei seinen Problemen zu – um die damals aktuelle Trödelking-Staffel „professionell“ zu Ende zu bringen.

Ich recherchiere weiter zum Thema:

Hinweise (auch anonym) an d.schraven (at) waz.de oder über unsere Kontaktseite: klack

Dokumente können hier hochgeladen werden: klick

17 Kommentare zu diesem Beitrag

  1. #1

    [...] Bei der WAZ interviewt man den Trödelking Roland Beuge zu seinem Rauswurf beim WDR. [...]

    Too much information - Papierkorb - Guten Morgen am 6. August 2012 um 10:55
  2. #2

    Hm, also ist der Herr beuge ein Opfer .
    Ich habe ihn mal kennengelernt, auf mich wirkte er zugedröhnt und es lag der Verdacht nahe er nimmt Kokain und Marihuana .
    In bin überrascht das ein Rechercheur einer Zeitung sich auf ein Spiel einlässt mit jemanden der ein kleinkrimineller ist.
    Ohne diese Person genau zu durchleuchten und seinen Hass auf den WDR und vor allem Betina Böttinger nicht richtig zu ordnen.
    Schlecht gemacht Herr Schraven.

    Alles Quatsch mit Soße und zwar soviel Soße , das man den Quatsch nicht sieht.

    Peters am 8. August 2012 um 09:36
  3. #3

    Ob der WDR, Bettina Böttinger oder Encanto, alle stehen stellvertretend hinter dem modernen Raubrittertum. Ahnungslose Moderatoren werden gesucht und für die eigene Bereicherung ausgenutzt. Gekrönt wird ihr Verhalten noch durch Machtgelüste. Hier ergibt sich ein trocken zu legender Sumpf beim WDR und Partnern. Staatsanwälte, geht eurer Pflicht nach und zieht den WDR und dessen Konsorten ebenso zur Verantwortung wie Roland Beuge. Es wird Zeit, dass wir uns als mündige Seher organisieren und von solchen Anbietern distanzieren.

    Bernd Holz am 8. August 2012 um 09:48
  4. #4

    Von einem RTL weiß man um fingierte Doku-soaps.
    Bei öffentlich – rechtlichen (z.B. WDR) muß man damit auch rechnen.
    Der “Trödelking” – die personifizierte Redlichkeit mit kaufmännischem Gespür – ist plötzlich so eine arme Kreatur!
    So gehen den biederen TV-usern Idole verloren!
    Kann man auf BAYERN nur noch “Schwaben und Altbayern” oder die einfältig-authentische HEIKE im Norden mir ihrer Radl-Tour sich anschauen? (Zumindest nimmt man diesen Beitragen einen gewissen Wahrheitsgehalt ab).
    TV-Stars werden nicht von Sehern gemacht – und auch nicht im Falle aufgefangen! Also: jedwedes Mitgefühl wird sich in Grenzen halten.
    mfG-A.Sedlmaier

    Mag. Ambros Sedlmaier am 8. August 2012 um 10:10
  5. #5

    Da kann man mal sehen wie es läuft :-(

    Ich selber habe einige Situationen mitbekommen,wo nur gefuscht wurde.

    Sven Runkel am 8. August 2012 um 10:23
  6. #6

    Beuge hat sich offensichtlich unter Mithilfe von Vielen vergaloppiert.

    Fest steht, dass ER den Trödelking verkörpert wie kaum ein Anderer.

    Aus diesem Grunde würde es den bisherigen TV-Wegbegleitern gut
    anstehen, ihm eine Chance zu geben, die Popularität des TK
    zu nutzen und im Gegenzug ihm Gelegenheit zu geben, den Schaden,
    den er angerichtet hat, wieder gut zu machen. Das natürlich unter
    gesetzmäßigen Bedingungen.
    Von einem erwerbslosen
    wird wohl kaum jemand einen Euro holen können.
    Nur so können die gegenseitigen Beschuldigungen langfristig
    aufhören ohne weiteren Schaden anzurichten.

    Balensiefen am 8. August 2012 um 14:37
  7. #7

    [Kommentare mit nichts als Beleidigungen sehen wir hier nicht so gerne. Beim nächsten Mal bitte vernünftig ausdrücken oder gar nicht kommentieren. Besten Dank. Daniel Drepper]

    Bienemann am 8. August 2012 um 14:59
  8. #8

    hallo roland, in deinem interesse melde dich bitte bei mir, olaf

    olaf walbeck am 8. August 2012 um 17:57
  9. #9

    roland bitte melden

    olaf walbeck am 8. August 2012 um 17:58
  10. #10

    Einen schönen guten Abend an alle Leser des Artikels und der Kommentare,

    “es lag der Verdacht nahe ….” schön das Herr Peters wohl weiß wovon er redet, wer nicht selbst konsumiert, kann wohl kaum beurteilen wie man sich verhält wenn man ” zugedröhnt ” ist … diesen Kommentar empfinde ich eher als Neid und hört sich so an als ob da jemand ” mittreten ” möchte um Rache zu üben ( Zitat: ” ich habe ihn mal kennengelernt ” – kennen und gesehen haben ist doch immer noch ein Unterschied, oder Herr Peters? )

    Die Beweise, die offensichtlich vorliegen, bestätigen nur, dass bei krummen Geschäften häufig ( fast immer ) sich der Spruch bewahrheitet : Der Fisch stinkt am Kopf!!! Meiner Meinung nach sollten auch der Kopf, sprich WDR, Encanto ( Bettina Böttinger ) und Co bestraft werden. Herr Beuge hat sie bereits bekommen und ich halte es nur für Recht, dass alle in diesem Boot ihre Konsequenzen zu tragen haben. Leider ist das in Deutschland nicht immer der Fall.
    Wir wissen doch alle, dass die mit der meisten Kohle immer am besten davon kommen!

    Ich wünsche Herrn Beuge viel Erfolg für seinen Weg und hoffe auf die Gerechtigkeit der deutschen Justiz.

    Alles gute dem Trödelking.

    Anita aus Köln am 8. August 2012 um 18:42
  11. #11

    Ich werde nie behaupten das ich unschuldig war und mich motivieren einige Kommentare hier weiter zu machen.

    Roland Beuge am 9. August 2012 um 03:40
  12. #12

    Hallo Roland.

    Das wird schon wieder. Glaube mir. Wenn du mal in Offenburg bist stelle ich dir noch meinen Freund Rolf vom Oldihaus Baden vor.

    Gruss Tom und dann trinken wir ein Bier auf dich.

    Das leben kann hart sein ,ich war mal bei den Ludolfs während Dreharbeiten und hätte kotzen können als ich den Regiesseur reden hörte. Alles tanzt nach seiner Pfeiffe,aber die Ludolfs machten es ihm nicht leicht.

    Tom Fautz am 9. August 2012 um 14:35
  13. #13

    Hallo Roland, danke auch an dieser Stelle für Deine schnelle Antwort auf meine Mail in Sachen “Zickentaschen” und LV-Koffer. Hoffe Du holst den bald, die Fotos kommen.
    Zur Sache:
    Spätestens mit der Maßgabe, Tankquittungen zu liefern, um diese in bar auszuzahlen und damit zu “waschen”, haben sich diese Herrschaften strafbar gemacht, oder? Da sollte man nachfassen.
    Etwas schal schmeckt Deine Übersiedlung in die Schweiz, da alle glauben, daß man dort nur hinzieht, um Steuern zu sparen wie Schumacher und Andere. Auch setzt man bei Insidern voraus, daß man die 180 Tage-Regelung kennt, ab der man in Deutschland versteuern muss. Aber bist Du Insider? Ich und viele Deiner Fans glauben eher, daß Du der Workaholic in Sachen Trödel bist, den sie aus dem TV. kennen und lieben. Daß bei Soaps aller Art, gemogelt oder gar betrogen wird, hängt mit der Verschachtelung der Firmen zwecks Täuschung des Fiskus zusammen, aber auch mit der Gier gerade der Leute, die viel haben oder verdienen und doch den Hals nicht vollbekommen.
    Wir hier glauben an Deine Wahrheit und hoffen auf eine Weiterbeschäftigung beim WDR – oder bei einem der Privaten, damit noch viele Leute in den Genuss Deiner Beratung und Hilfe kommen. Und dabei sollst Du auch ordentlich verdienen. Bist leider nicht Gunter Gabriel, der ging für 1000.- in die Wohnzimmer, bis er schuldenfrei war.
    Du könntest aber 24h Quick-Dates bei den Leuten machen, incl. Beratung und Kurztrödel vor der Haustür oder auf`m Platz, alles in der Zeit für nen Festpreis und Urkunde. Bei Facebook anschieben.
    War ein Vorschlag aus dem Bauch.
    Bitte melden, wenn weitere Hilfe benötigt wird.
    Jürgen aus Bad S.

    Beckmann am 10. August 2012 um 11:39
  14. #14

    …und alle machen wieder mit! Ich glaube, dass Du Roland (als mein Trödelking auf alle Zeit) die Wahrheit sagst. Das was Du aussagst, kann sich niemand aus den Fingern saugen und die sauberen Leute vom WDR möchten nicht kommentieren und können sich auch oftmals nicht erinnern. Gut, dass man gegen Demenz vermutlich jetzt ein Mittel gefunden hat! Auch ich erwarte, dass die Staatsanwaltschaft und die Steuerfahndung dieser Sache auf den Grund geht. Wenn alles so gelaufen ist und bewiesen werden könnte, ist es m. E. Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Dich haben Sie verklagt und der Rest bleibt straflos?? Das kann und darf nicht sein! Aber möglich ist es, denn in Sachen Steuerhinterziehung sind ja auch schon Gesetze geändert worden, dass “VIP” doch auf freien Füßen bleiben und nicht in den Knast mußten. (Fast) überall wo viel Geld im Spiel ist, laufen krumme Dinger. Geld verdirbt wohl doch den Charakter! Ich werde alle meine Trödelfreunde versuchen zu mobilisieren und wünsche Dir, dass Du wieder auf die Beine kommst! Nur so gelingt es Deinen Gläubigern noch an Geld zu kommen und somit sollen doch auch sie froh sein!
    Ich wußte von dieser Schlammschlacht bis heute nicht und bin
    “echt traurig”. Alles Gute!!

    Ute Fleckstein am 10. August 2012 um 18:41
  15. #15

    Es ist nicht die 180 Tage, sondern die 183 Tage-Regelung. Und wenn man seinen Wohnsitz in Deutschland aufgegeben hat, spielt’s eh keine Rolle.
    Ich habe Herrn Beuge 2 Mal kennengelernt, als es um den Verkauf von Comics ging. Er war sehr fair und Argumenten zugänglich. Der Mann war völlig korrekt.

    Jetzt lese ich aber von seinen Schwierigkeiten und ich muss sagen, dass diese Probleme aus den Sendungen herauszuhalten sind.
    Hier Probleme, dort die Sendung!
    Jedesmal wenn ich eine seiner Sendungen gesehen habe, habe ich mich gefreut und habe nicht umgeschaltet, was ich sonst häufiger mache. In seinen Sendungen macht er einen absolut professionellen Eindruch und für mich kommt es nur darauf an. Was er in seiner Freizeit macht, ist seine Sache.

    Und wenn ich ihn richtig verstanden habe, will er sich seinen Problemen stellen. Der WDR sollte ihm helfen. Der Trödelking war immer “die” Trödelsendung. Die anderen nur die Nachmacher.

    Warum schmeisst der WDR zu diesem Themenbereich sein Zugpferd weg?

    Also:
    Alle, die zur Lösung beitragen können, an einen Tisch und konstruktiv lösen.

    Meyer, Udo am 11. August 2012 um 14:14
  16. #16

    Ich habe die gesammte Sendung als Verarsche empfunden!Viele Sachen wurden weit unter Preis verschleudert und was Herr Beuge
    über Millitaria schreibt ist auch nicht ganz glaubhaft!
    In einer Sendung fuhr Er zum Militariahändler nach Köln und war dort sehr bekannt!
    Gruß

    Manfred am 16. November 2012 um 20:19
  17. #17

    Roland Beuge ist unschuldig die anderen haben das mit dem geld gemacht und nicht er.die müßten das geld auf den´tisch legen.wenn ich seine Sendungen gesehen habe war Roland Beuge immer in ordnung hat auch mir immer sehr gut gefallen die sendung Der Trödelking freitags abends das müßte wieder gezeigt werden bei WDR das fehlt einfach bei WDR.Die anderen haben seine steuern hinterzogen und dann ihm das angehangen dem Roland.Roland lass dir das nicht von den scheißern gefallen,Roland du bist unschuldig du hast damit nichtszutun ich glaube dir bist einfach unschuldig.Die Sendund wird wieder kommen im fernsehen bei WDR dafür werde ich sorgen.gruß michi

    michi am 18. November 2012 um 14:50

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