Nach dem Biozid-Versagen: Der Minister muss handeln – Ein Kommentar

31. Januar 2013 von | 1 Kommentar

Kaum zu fassen, aber wahr: Da misst das Landesamt für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz (Lanuv) seit 20 Jahren zum Teil beängstigende Biozidkonzentrationen in den NRW-Gewässern – und niemand erfährt etwas davon.

Wie kann das sein? Wie tickt eine solche Behörde? Die sich „besonderer Anstrengungen“ rühmt, um Wasser als Lebensgrundlage zu erhalten. Die alle vier Wochen das Tier des Monats feiert, im Februar ausgerechnet die Bachforelle. Doch dass es immer gefährlicher wird, für die Forelle im Bach und später vielleicht für die Menschen mit NRW-Bachforellen auf dem Teller, das verschweigt sie. Mit diesem Wissen tauchen die Wasserhüter ab. Statt die Verbraucher zu informieren, versenken sie die Giftwerte.

Der Umweltminister habe nichts davon gewusst, heißt es im Umfeld von Johannes Remmel. Er habe es auch nicht glauben wollen. Muss er aber. Und nicht nur das. Er muss auch handeln. Das Lanuv untersteht ihm. Und nach dem Biozid-Versagen braucht es eine klare Ansage. Sonst beschädigt sich Remmel selbst.

1 Kommentar zu diesem Beitrag

  1. #1

    Das Versagen der Behörde ist die eine Sache.
    Dass wir Wasseverbraucher jedoch schon seit 20 Jahren und ganz besonders auch weiterhin(!!) irgendeine “Giftbrühe” mit zum Teil 50-facher(!!) Biozid-Grenzwertüberschreitung trinken müssen, ist der eigentliche Skandal.

    Was wird hier kurzfristig unternommen, um unsere Gesundheit nicht noch weiterhin zu gefährden?

    Ein Skandal auch, dass im zwangsfinanzierten Rundfunk bzw. im TV bisher nicht ein Wort darüber zu hören war.
    Da scheint mal wieder die Einflussnahme über den auch politisch besetzten Rundfunkaufsichtsrat, bestens zu funktionieren.

    Herbert am 4. Februar 2013 um 13:07

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