PeerBlog: Der anonym bezahlte Wendehals aus Düsseldorf

7. Februar 2013 von | Keine Kommentare

Steinbrück hat einen windigen Helfer

Drüben bei “Indiskretion Ehrensache” bin ich auf eine Geschichte gestoßen, die ich auch noch nicht kannte. Eine ziemlich heiße Sache.

Und zwar hat damals der heutige Peer-Fan und Betreiber einer ziemlich dubiosen und undurchsichtigen Werbeagentur für Staatsaufträge aus dem Hause eines verbandelten Päärchens, aka Karl-Heinz Steinkühler, heftig über Peer Steinbrück hergezogen.

Kein Witz. Der Mann, der heute Peer Steinbrück für den besten Kanzlerkandidaten der Welt, des Universums, wenn nicht der ganzen Schöpfung hält, hielt früher das Gegenteil für wahr. Lesen Sie selbst, was der anonym bezahlte Wendehals Steinkühler – vor dem Eingang der anonymen Zahlungen – von Peer Steinbrück hielt:

Ein paar Zitate aus Steinkühlers Blog: stoneblogger.de

Muss man ein Buch eigentlich noch lesen, das ab Donnerstag dieser Woche in den Buchhandlungen ganz vorn auf den Tischen gestapelt wird? Muss man eigentlich 24 Euro und 99 Cent bei Amazon ausgeben, um nachzulesen, wie Peer Steinbrück sich „Zug um Zug“ mehr Widersacher in der eigenen Partei zulegt, anderseits aber wohl noch mehr Menschen auf der Straße für sich gewinnt? Will da einer Kanzler werden, der die Kanzlerkandidatur als lästige Übung überspringen will? Das könnte klappen, würde er einer Partei angehören, die nicht SPD heißt. Aber SPD heißt immer noch: wir sind die Partei, wir – die noch 500 000 Mitglieder – entscheiden über unseren Kandidaten. Und nicht Helmut Schmidt. Mit Krücke am Schachbrett, im Doppelinterview im „Spiegel“ oder am Sonntagabend unter der Kuppel bei Günter Jauch.

Und weiter:

Auftritte, Inszenierungen, die dem „Spiegel“ wohl eine gute Auflage, Günter Jauch nach seinem Desaster-Start in der ARD zum ersten Mal eine fundierte politische Sonntagabend-Präsenz mit staatsbürgerlichem Seminarvortrag von Altkanzler Helmut Schmidt und dem Hoffmann & Campe Verlag einen kaum besseren Werbestart bescheren; für ein Buch, das politische Buch des Herbstes, das bewusst nicht im Trubel der Frankfurter Buchmesse untergehen sollte. Und die zudem dafür sorgen, dass 24,99 Euro dann auch noch die Konten der Autoren und besonders des Vortragsreisenden Peer Steinbrück füllen. Einem Bundestagsabgeordneten aus einer hinteren Reihe, der als Minister in Schleswig-Holstein, in Nordrhein-Westfalen und als Regierungschef in Düsseldorf sowie als Bundesfinanzminister schon nicht schlecht verdiente und der sich in seinen zwei Jahren als MdB nun eine satte Rente in Millionenhöhe erschrieben und erredet hat. Dies, nur nebenbei bemerkt, sorgt bei weiten Teilen seiner Genossen keineswegs für Respekt, sondern vielmehr für Distanz und Misstrauen. Einer von uns, so hört man, war der nie!

Und weiter:

Peer Steinbrück riskiert viel in diesen Tagen, zwei Jahre vor der Bundestagswahl. Er riskiert, von den SPD-Mitgliedern wegen permanenten Frühstarts aus den Startblöcken verbannt zu werden. Peer Steinbrück war nie ein Langstreckenläufer, eher ein Sprinter. Und dieser Marathon zur Kandidatur wirkt nun so, als würde er wie ein Ferrari starten und bei Kilometer 36 wie so mancher Dauerläufer von einem mächtigen Hammer getroffen, der den Sportwagen zum Fiat 500 schrumpfen lässt. Denn
einer, der sich über seine sozialdemokratische Partei erhebt, mit schneidiger Arroganz und Besserwisserei, dem traut man die Erdung der Basis nicht zu. Ein Mann, der schon zehn Monate im Voraus weiß, dass er an keinem Wochenende im März 2012 Zeit für einen zweistündigen Besuch einer Veranstaltung mit 400 Genossen an der Basis findet, aber beim Bund der Arbeitgeber am 22. November genauso wie in unzähligen x-beliebigen Buchhandlungen zwischen Kiel und Passau auftritt, der spielt mit der Unterstützung derjenigen, die ihn zum Kandidaten küren sollen.

Dann bekam Steinkühler – wie gesagt – Geld von anonymen Geldgebern. Und jetzt findet der Wendehals Steinbrück klasse.

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