Schärfere Biozid-Kontrollen im Trinkwasser – ein Gebot der Vernunft

10. Februar 2013 von | 1 Kommentar

Das Wasser aus der Ruhr neu bewerten? Unser Trinkwasser? Manchem wird schon bei dem Gedanken daran mulmig. Nun, besser jetzt ein mentales Unwohlsein, als irgendwann krank zu werden – und nicht zu wissen wovon. Dies ist kein Spiel mit Ängsten. Es ist ein Gebot der Vernunft.

Der Vorstoß des obersten deutschen Trinkwasserhüters ist richtig und wichtig. Ja, die Trinkwasserqualität der Ruhr gehört neu auf den Prüfstand. Auf einen Prüfstand, der besser ist als aktuelle Qualitätskontrollen. Die Wasserversorger klammern sich an geltende Richtlinien. Aber die sind so weich, dass sie mehr Versteckmöglichkeiten bieten als sie Sicherheit garantieren.

180 verschiedene Biozidwirkstoffe wurden in NRW-Gewässern gefunden. Es gibt deutlich mehr Gifte. Sie werden nur nicht erfasst. Die EU-Kommission sagt: Der chemische Zustand von 40 Prozent unserer Gewässer ist unbekannt. Wer heute handverlesene Biozide untersucht und dann „Wasser, marsch“ zum Verbraucher sagt, der handelt zumindest leichtsinnig, vielleicht fahrlässig.

Das muss sich ändern.

1 Kommentar zu diesem Beitrag

  1. #1

    Es geht hier nicht nur um Biozide, sondern es steht auch der Verdacht im Raum, dass das Wasser mit Stoffen auf Erkundungsbohrungen für Erdgas verunreinigt ist. Alle Versuche von mir, hier Aufklärung zu erlangen, wurden blockiert. Immer wieder wird auf Vorgesetzte verwiesen und auf die Kreisverwaltung Unna, die hier verantwortlich sei. Analysen werden verweigert. Im Jahr 2006 war das Wasser mit einer Säure versetzt. Im Zusammenhang mit Mineralölkohlenwasserstoffen im Boden und punktueller radioaktiver Belastung des Bodens und der Verweigerunghaltung bis hin zu Bedrohungen, ist mir unverständlich, dass hier nichts geschieht. Die Menschen werden bewusst unwissend gehalten.

    angelika am 11. Februar 2013 um 17:17

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