Loveparade: Desaster „vorhersehbar“

17. Februar 2012 von | 3 Kommentare

// Peter Malzbender, WAZ FotoPool

Nach Ansicht des britischen Forschers Keith Still hätte es bei ordentlicher Planung keine 21 Toten bei der Loveparade geben müssen. Still sieht unter anderem die Beamten der Stadt Duisburg in der Verantwortung, die untaugliche Planungen zuließen. Ein neues Gutachten bringt die Planer der Loveparade auf Seiten der Stadt Duisburg, der Veranstalter und der Polizei unter Druck. Das 21-Seiten starke Papier des englischen Forschers Keith Still gilt als eines der Schlüsselpapiere der Staatsanwaltschaft, um das Ermittlungsverfahren im ... weiterlesen »

Duisburger Abwahlbündnis kurz vorm Platzen

10. Februar 2012 von | 6 Kommentare

Diese Anzeige aus anonymer Geldquelle erschien im Namen des Duisburger Abwahlbündnisses am Mittwoch, den 8. Februar.

Kurz vor dem Termin zur Abwahl des Duisburger Oberbürgermeisters Adolf Sauerland ist im Duisburger Abwahlbündnis Streit ausgebrochen. Der Grund: Eine Zeitungsanzeige im Wert von rund 1000 Euro, die ohne Abstimmung unter dem Namen des Bündnisses aus einer anonymen Geldquelle finanziert worden ist. Geschaltet hatte die Anzeige in einem Duisburger Wochenblatt Jörg Lorenz. Dieser ist Mitglied des Koordinierungskreises des Abwahl-Bündnisses und im Hauptberuf Geschäftsführer der Duisburger SPD. Sein Chef im SPD-Unterbezirk ist Ralf Jäger, derzeit Innenminister von ... weiterlesen »

Loveparade: Planungsfehler bei der Polizei

9. Februar 2012 von | 1 Kommentar

Die Planungsfehler der Polizei im Vorfeld der Loveparade waren massiver als bekannt. In den vergangenen Monaten wurde offengelegt, dass die Polizei vor Ort keine Vorrangschaltung für die Nutzung von Mobiltelefonen des Anbieters Vodafone hatte, um mit ihrer Einsatzzentrale zu kommunizieren. Nun geht aus den Unterlagen hervor, die dieser Zeitung vorliegen, warum das so war: Der zuständige Polizeiplaner Jörg S. hatte sich falsch informieren lassen. Konkret hatte ein Mitarbeiter des Einsatzstabes im Auftrag des Planers Jörg S. ... weiterlesen »

Loveparade: Eine Art Geständnis

7. Februar 2012 von | 6 Kommentare

Bei der Massenpanik auf der Loveparade 2010 kamen 21 Menschen ums Leben.

Die Nacht lag schon tief über dem Gelände der Loveparade, an jenem 24. Juli 2010 um 23:30 Uhr. Unter dem Licht der Scheinwerfer sicherten Ermittlungsbeamte die Spuren der Opfer, der 21 Toten. Weiße Kreidestriche auf Beton, Plastikmüll und leere Wasserflaschen. Ein paar Hundert Meter weiter betrat Carsten W. das Hoist Haus gegenüber dem Duisburger Bahnhof. Carsten W. war der verantwortliche Crowdmanager der Loveparade, der Sicherheitschef im Eingangsbereich. Er sollte dafür sorgen, dass die Menschenmassen gefahrlos das ... weiterlesen »

Saeed Malekpour – ein Iraner vor dem Tod

4. Februar 2012 von | Keine Kommentare

Saeed Malekpour. Foto: Privat / via amnesty.ca

Saeed Malekpour programmiert Webseiten in Kanada, ist 36 Jahre alt und wird bald sterben. Iran hat ihn zum Tode verurteilt, weil er angeblich eine Pornoseite ins Netz gestellt hat. Regierungen und Menschenrechts- organisationen kämpfen, damit Malekpour frei gelassen wird. Saeed Malekpour ist im Iran geboren, lebte aber schon länger mit unbeschränkter Aufenthaltserlaubnis in Kanada. In der Nähe von Toronto arbeitete Malekpour als Web-Entwickler. Im Oktober 2008 fliegt er in den Iran, um seinen Vater ... weiterlesen »

NSU-Helfer Carsten S. in Düsseldorf verhaftet

1. Februar 2012 von | Keine Kommentare

Carsten S. hat bis mindestens ins Jahr 2000 hinein den Rechtsterroristen des NSU geholfen. Foto: WAZ Fotopool

Die Spur der rechtsterroristischen Vereinigung NSU aus Ostdeutschland nach Nordrhein-Westfalen wird breiter. Beamte der GSG 9 nahmen in Düsseldorf Carsten S. fest. Zudem durchsuchten Beamte des Bundeskriminalamts und des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfale die Wohnung des 31-Jährigen im Stadtteil Oberbilk. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt Carsten S. dringend der Beihilfe zu sechsfachem Mord durch die rechtsterroristische Vereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Wie ich berichtet habe, hatte Carsten S. bis mindestens Jahr 2000 enge Kontakte zu den drei in Sachsen abgetauchten ... weiterlesen »

Staatssekretärin für Integration unter Druck

29. Januar 2012 von | 3 Kommentare

Integrationsstaatssekretärin Zülfiye Kaykin vor dem NRW Rechtsausschuß / Foto: dapd

NRW-Staatssekretärin Zülfiye Kaykın gerät in der Affäre um ein gescheitertes Integrationsprojekt rund um die Duisburger Merkez-Moschee weiter in Erklärungsnot. Nach unseren Recherchen rechnete die Integrationverantwortliche der Landesregierung innerhalb von sechs Monaten 4340 Arbeitsstunden für das Projektteam ab. Eigentlich sollten in dieser Zeit noch gut 15 Moscheevereine in der Beschaffung von Fördergeld, in der Öffentlichkeitsarbeit und im Vereinsmanagement geschult werden. Doch wie aus Unterlagen hervorgeht, die uns vorliegen, haben Kaykın und ihre Leute in den sechs ... weiterlesen »

Causa Kaykin: Kein Wunder in Marxloh

25. Januar 2012 von | 4 Kommentare

NRW-Staatssekretärin Zülfiye Kaykin war in ihrer Zeit bei der Begegnungsstätte der Marxloher Moschee für ein gründlich gescheitertes Projekt verantwortlich.

Es war das Wunder von Marxloh, jenes strahlende Symbol für den Dialog zwischen den Kulturen rund um die Moschee in Duisburg, das Zülfiye Kaykin exportieren wollte. Als Fachfrau „für den interkulturellen Dialog“ wurde die damalige Geschäftsführerin der Begegnungsstätte der Moschee Marxloh im Landtagswahlkampf 2010 an die Seite der heutigen NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) berufen. Auf dieser Basis wurde Kaykin zur Staatssekretärin für Integration des Landes NRW. Doch die Verbreitung des Wunders von Marxloh ist geplatzt. ... weiterlesen »

NSU-Rechtsterroristen: Eine Spur in den Westen

24. Januar 2012 von | 2 Kommentare

Aus dem Unterstützernetz des rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) führt nach meinen Recherchen eine Spur nach Nordrhein-Westfalen. Wie aus einem Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz hervorgeht, zog einer der zeitweise wichtigsten Unterstützer des NSU, der Aktivist des „Thüringer Heimatschutz“ Carsten S., im Jahr 2003 aus Ostdeutschland nach Hürth bei Köln und später nach Düsseldorf. Zuvor hatte er das untergetauchten Terrortrio Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in Sachsen mit Geld und logistischer Hilfe unterstützt. ... weiterlesen »

Schalkes finanzielle Aussichten: nicht ganz rosig

27. Dezember 2011 von | 1 Kommentar

Schalkes Boss Clemens Tönnies rechnet mit sinkenden Schulden

Die Schalker Schulden sind im vergangenen Jahr auf 254 Millionen Euro gestiegen. In der laufenden Saison rechnet Club-Boss Clemens Tönnies aber mit einer Reduzierung der Lasten. Es gab eine Zeit, da machte der Fußballclub Schalke 04 ein großes Geheimnis um seine Finanzen. Besonders in den Konzernabschluss aller Schalker Tocherfirmen durften nur wenige Eingeweihte schauen. Dieses Zahlenwerk ist weitgehend von Bilanzkosmetik befreit. Doch mit den Heimlichkeiten ist nun Schluss. Zwei Tage vor Weihnachten hat der Club seinen ... weiterlesen »