Nach Vertuschungen in Mannheim: Aufsichtsrat der Uniklinik soll gehen, Expertenkommission ausgetauscht werden

17. März 2015 von | Keine Kommentare

Verschmutztes OP-Besteck: In der Uniklinik Mannheim hakt es bei der Aufarbeitung des Hygieneskandals.

Die Verantwortlichen in Mannheim geraten unter Druck: Der Aufsichtsrat soll gehen, die Kommission ausgetauscht werden. Vertuschungen und Verschleierungen bei der Aufarbeitung des Hygieneskandals um verschmutztes OP-Besteck am Mannheimer Uniklinikum lösen eine Welle der Empörung aus. Ärzte, Patientenschützer und Juristen fordern personelle Konsequenzen. Der Aufsichtsrat des Klinikums solle zurücktreten, die Untersuchungskommission ausgetauscht werden Die Verantwortlichen hatten einen Bruch in der Untersuchungskommission verschwiegen, die den Hygieneskandal aufklären soll. Seit Oktober 2014 ermittelt die Staatsanwaltschaft in der Affäre. Der Verdacht: ... weiterlesen »

Vertuschung statt Aufklärung nach Hygieneskandal am Uniklinikum Mannheim

10. März 2015 von | Keine Kommentare

Die Schäden für Patienten durch Dreck am OP-Besteck und schlecht gereinigte Endoskope in der Mannheimer Uniklinik sind nicht absehbar.

Ein Hygieneskandal erschüttert die Uniklinik Mannheim. Die Untersuchungen stocken. In der Expertenkommission gibt es Zweifel am Aufklärungswillen. Erst Dreck im OP-Besteck, dann schlecht gereinigte Endoskope: Ein Hygieneskandal erschüttert das Universitätsklinikum Mannheim. Seit Monaten ermittelt die Staatsanwaltschaft. In die laufenden Untersuchungen platzt jetzt eine neue Affäre: Nach Recherchen der Funke-Mediengruppe verschleierten Verantwortliche einen Eklat in der Expertenkommission, die den Skandal aufklären soll. Die beiden einzigen Hygiene-Experten in dem sechsköpfigen Gremium sind ausgetreten. Die Klinik verschwieg diese Vorgänge ... weiterlesen »

EVP-Sprecher im Europaparlament: Reserveantibiotika in der Landwirtschaft sofort verbieten

27. Dezember 2014 von | Keine Kommentare

In Tierställen und Krankenhäusern wird die Saat für resistente Keime gelegt, gegen die bei vielen Patienten dann keine Medikamente mehr helfen. Ein Gespräch über mögliche Lösungsansätze mit CDU-Bundesvorstands- mitglied Dr. Peter Liese, Arzt und gesundheitspolitischer Sprecher der EVP, der größten Fraktion im Europaparlament. „Lieber ein Tier notschlachten als einen Menschen gefährden“ WAZ: Sie wollen den Einsatz von Medikamenten, die als Reserveantibiotika für Menschen die letzte Rettung sein können, in der Tierhaltung verbieten. Peter Liese: Ein Vorschlag der EU-Kommission ... weiterlesen »

CDU-Politiker fordern unangemeldete Klinik-Kontrollen und öffentliche Hygieneampel

25. Dezember 2014 von | Keine Kommentare

Geht Hygienemängeln in Charité und NRW nach: Patientenbeauftragter Karl-Josef Laumann (CDU)

Mehr Hygiene-Kontrollen in Krankenhäusern, weniger Antibiotika in der Tierhaltung: CDU-Politiker aus Bundesregierung und Europäischem Parlament fordern gezielte Maßnahmen im Kampf gegen multiresistente Keime. Sie reagieren auf bundesweite Recherche-Ergebnisse der Funke-Mediengruppe, der Zeit und des Recherchebüros Correctiv zu vermeidbaren Infektionsrisiken. Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, will Hygienemängeln in der Berliner Charité und in NRW-Kliniken nachgehen, die im Zuge der Recherchen aufgeflogen waren. Er werde die Klinikleitungen zur Rede stellen, sagte Laumann der WAZ: „Ich will wissen, warum ... weiterlesen »

Hygiene in der Charité: Küsschen rechts, Küsschen links mit Keimträgern

18. Dezember 2014 von | Keine Kommentare

Nicht immer sauber: Eine Recherche offenbart Hygienemängel in der Berliner Charité.

Wie gehen Krankenhäuser mit gefährlichen Keimen und Hygiene um? Nicht immer sauber. Das offenbart eine verdeckte Recherche in der Berliner Charité, Europas größter Universitätsklinik. Die Charité beherbergt das Nationale Referenzzentrum zur Überwachung von Krankenhausinfektionen; hier steht die Wiege der „Aktion Saubere Hände“. Doch auch hier ist nicht alles desinfiziert, was glänzt. Das erlebte der Reporter Benedict Wermter, ehemals Mitarbeiter der WAZ, jetzt beim Recherchebüro Correctiv. Er hatte sich als Praktikant in der Charité beworben und konnte sofort ... weiterlesen »

Verschlossene Hygiene-Akten – Fachanwältin kritisiert OLG-Spruch: „Dieser Leitsatz ist ein Skandal“

17. Dezember 2014 von | Keine Kommentare

„Reiner Selbstzweck“: Das Gesetz schütze die Klinik statt den Patienten, kritisiert Karoline Seibt.

Nicht alles, was im Krankenhaus gelaufen ist, kommt ans Tageslicht. Jeder Patient darf seine Patientenakte sehen, aber keiner die Hygieneprotokolle, die jede Klinik führen muss. Ob sie geführt wurden und, wenn ja, ob sie Hygieneverstöße mit womöglich tödlichen Folgen dokumentieren – das erfahren Patienten und Angehörige nicht. So urteilte das OLG Hamm. Der 26. Senat stellt im Infektionsschutzgesetz (IfSG) „übergeordnete Interessen“ über  Belange des Patienten. „Dieser Leitsatz ist ein Skandal“, sagt Karoline Seibt, Fachanwältin für Medizinrecht. ... weiterlesen »

Experten fordern: Krankenhäuser unangemeldet kontrollieren und ihre Keim-Probleme veröffentlichen

17. Dezember 2014 von | Keine Kommentare

Kliniken müssen strenger kontrolliert und Keim-Probleme öffentlich bekannt werden, fordern Experten.

Führende deutsche Krankenhaushygieniker fordern weitreichende Maßnahmen für einen besseren Schutz vor Infektionen in Kliniken. So sollen „nur noch speziell ermächtigte Ärzte“ künftig Reserveantibiotika verordnen dürfen. Risikobereiche wie Intensivstationen oder OP-Säle sollen ausschließlich durch fest zugeordnetes, qualifiziertes Personal gereinigt werden. Und Krankenhäuser sollen mehr Mittel zur Sanierung erhalten. Der WAZ liegt ein Aktionspapier vor, das zwei renommierte Experten zusammengestellt haben: Prof. Walter Popp, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), und Prof. Klaus-Dieter Zastrow, Vorsitzender des Bundesverbandes Deutscher ... weiterlesen »

Der rätselhafte Tod der Christel B.: „Erschreckende Fehler“ im Gutachten – und Krankenhaus gibt Hygiene-Akten nicht raus

17. Dezember 2014 von | Keine Kommentare

Hygienemängel auf der Intensivstation sind lebensgefährlich.

Seine Mutter ist tot – und dann kommt dieser Satz, der sich anfühlt „wie ein Schlag ins Gesicht“ von Andreas B.: „Im Verlauf der Behandlung kam es, trotz aller Bemühungen und unter strikter Einhaltung der Hygienevorschriften, leider zu der Entstehung einer MRSA-Sepsis, an deren Folgen Frau B. verstarb.“ Das schreibt das Katholische Klinikum Essen zum Tode von Christel B. MRSA ist ein resistenter Keim, eine Sepsis: eine Blutvergiftung. „Aber welche Hygiene?“, fragt sich Andreas B. Bei ... weiterlesen »

Patienten-Tipp am WAZ-Telefon: Negativen Keimbefund in Klinik zeigen – als Rückversicherung

17. Dezember 2014 von | Keine Kommentare

Experten am WAZ-Telefon: Dr. Klaus Schatzmann, Karoline Seibt, Prof. Walter Popp (von links)

Gefährliche Keiminfektionen im Krankenhaus sind ein Thema aus der Mitte des Lebens. Das war hör- und spürbar am Lesertelefon unserer Zeitung. Zwei Stunden lang gaben drei Experten nicht nur ihr Wissen weiter. Sie lernten auch dazu. Am einen Ende der Leitung: Prof. Dr. Walter Popp, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene und Hygienechef im Uniklinikum Essen, Dr. Klaus Schatzmann, Hygienearzt im Alfred-Krupp-Krankenhaus Essen und Karoline Seibt, Medizinrechtlerin und Patientenanwältin aus Münster. Am anderen Ende: sensibilisierte Leser, teils ... weiterlesen »

Experten fordern Keimtest für jeden Klinik-Patienten – und mindestens eine Pflegekraft auf zwei Intensivpatienten

2. Dezember 2014 von | Keine Kommentare

Vor der Aufnahme in die Klinik soll jeder Patient auf MRSA getestet werden.

Strenge gesetzliche Meldepflichten, mehr Geld und Personal für Hygiene, MRSA-Keimtests bei allen stationären Neuaufnahmen: Experten fordern eine massive Verschärfung des Infektionsschutzes in deutschen Kliniken. „Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um resistente Erreger in den Griff zu bekommen“, sagte der  Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH), Prof. Walter Popp, bei einem Besuch der WAZ. Popp nahm gemeinsam mit weiteren Experten an einer Telefonaktion der Redaktion teil. Rund 1000 Leser beteiligten sich und schilderten zum Teil dramatische ... weiterlesen »