Untersuchung zeigt: NRW beim Infektionsschutz Schlusslicht in Deutschland

25. Februar 2014 von | Keine Kommentare

Schlechteste Länderhygieneverordnung in Deutschland: NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne)

Beim Schutz vor Keiminfektionen in Kliniken hinkt NRW allen anderen Bundesländern hinterher. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Initiative Infektionsschutz, die der WAZ vorliegt. Das unabhängige Expertengremium hat sämtliche Länderhygieneverordnungen auf den Prüfstand gestellt. Die Vorschrift von NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) schneidet am schlechtesten ab. Im bevölkerungsreichsten Bundesland steht die Hygiene-Ampel der Prüfer auf dunkelgelb. Experten verschiedener Fachrichtungen repräsentieren die Initiative Infektionsschutz: Spitzen der Hygieneinstitute an den Universitätskliniken Greifswald und Münster sowie des Humboldt-Klinikums Berlin, Mikrobiologen, ... weiterlesen »

Isoliert im „Schweinestall“: MRSA-Patientin flüchtet aus Helios Klinik

24. Februar 2014 von | 2 Kommentare

Isolierzimmer

Dramatische Momente in Kliniken der Helios-Gruppe: Zahlreiche Krankenhäuser des Konzerns stehen landesweit in der Kritik. Patienten und Angehörige beklagen zum Teil krasse Hygienemängel. Einige räumt das Unternehmen ein. In der Helios Klinik St. Elisabeth Oberhausen soll Brigitte Mertzen von MRSA befreit werden. Doch das „angeblich keimfreie Isolierzimmer, das ich zwei Wochen nicht verlassen sollte“, habe sich als „Schweinestall“ entpuppt: „Bett, Fenster, Heizung, Schrank und Fernseher total verdreckt, freiliegende Kabel über dem Waschbecken, verkommene Toilette, dicker Schimmel ... weiterlesen »

Killerkeim MRSA frisst Mann fast auf: Patienten und Personal leiden unter Hygienemängeln in Krankenhäusern

24. Februar 2014 von | Keine Kommentare

Reste eines Brustkorbes. Die CT-Aufnahme zeigt, was der Killerkeim MRSA im Körper von Bernd Z. angerichtet hat.

Man schaut vielleicht nicht gerne auf dieses Bild, aber es schärft den Sinn für die Gefahr. Die CT-Aufnahme zeigt einen menschlichen Brustkorb; die Reste. Dem Skelett fehlen Knochen. Enden und Mittelstücke der Rippen sind nicht mehr da. Die Schlüsselbeine schweben frei, ohne Gelenke. Das Bild zeigt, was der MRSA-Keim von Bernd Z. übrig gelassen hat. Im Uniklinikum Essen wird der 63-Jährige am Brustbein operiert. Aus der Wunde läuft sehr viel graue Flüssigkeit. Die Frau des Patienten,  ... weiterlesen »

Hygienemängel in Kliniken: Hohes Risiko für Infektionen mit Killerkeimen

24. Februar 2014 von | 5 Kommentare

In zahlreichen Krankenhäusern von Nordrhein-Westfalen leiden Patienten unter akuten Hygienemängeln. Das dokumentiert eine landesweite Recherche der WAZ. Danach besteht in vielen Kliniken ein erhöhtes Risiko für Infektionen mit multiresistenten Keimen. Der WAZ liegen rund 300 Hinweise auf konkrete Missstände in NRW-Kliniken vor: Berichte, Dokumente, eidesstattliche Versicherungen, Fotos. Sie stammen von medizinischem Personal, Patienten und Angehörigen. Betroffene beschreiben „katastrophale hygienische Zustände“. Blutbefleckte Fußböden, dreckige Bettwäsche, zu wenige und verschmutzte Sanitärbereiche seien keine Ausnahme. Das Klinikpersonal diene oft eher ... weiterlesen »

Bröselstein-Opfer fürchten Falle – Juristen warnen vor Haniel-Vertrag

13. Februar 2014 von | Keine Kommentare

Risse, Löcher, statische Probleme: Bröselsteine sind tickende Zeitbomben im Mauerwerk.

Zehn Monate nach dem Zahlungsstopp im Bröselstein-Skandal bietet Haniel den Opfern wieder etwas an: einen Vergleich, dem viele nicht trauen. Der Konzern hat millionenschwere Risiken durch fehlerhafte Kalksandsteine in eine neue Firma ausgelagert. Die legt Geschädigten einen Instandsetzungsvertrag für ihre Häuser vor. „Eine Mogelpackung“, sagen Juristen und warnen vor „unkalkulierbaren finanziellen Risiken für Betroffene“. Zwischen 1987 und 1996 machte die damalige Haniel Baustoffsparte viel Geld mit Kalksandsteinen, in denen Zeitbomben ticken. Die mit billigem Bindemittel hergestellten Blöcke ... weiterlesen »

Kampf gegen Killerkeime: NRW-Gesundheitsministerin Steffens fordert sinnvolles Paket vom Bund

13. Februar 2014 von | Keine Kommentare

„Auf das Management kommt es an“: NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne)

Im Kampf gegen Krankenhauskeime setzt NRW-Gesundheitsministerin Babara Steffens (Grüne) auf eine neues Fehlermeldesystem. Und auf den Bund. Mangelnde Hygiene in Kliniken führt zu immer neuen Infektionen mit lebensgefährlichen Keimen wie dem Methicillin-resistenten Staphylococcus aureus (MRSA) oder Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE). Die MRSA-Flut im Helios Klinikum Duisburg, die VRE-Ausbrüche mit Todesopfern dort und in der Universitätsklinik Düsseldorf sind noch in schlechter Erinnerung. Was tut das Land dagegen? Ein Gespräch mit NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne). WAZ: Wie groß ist das Risiko, ... weiterlesen »

Bottrop: Zeit der Wahrheit. Kommune macht unrealistische Pläne

13. November 2013 von | 5 Kommentare

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Bottrop ist nur eine Kommune im Ruhrgebiet. Sie gibt ein Beispiel dafür, wie unrealistisch die Planungen zum Stärkungspakt umgesetzt werden. Mit verschlossenen Augen treibt die Stadt in die Pleite, weil die echten Probleme nicht an der Wurzel angegangen werden. Ein persönliches Stück. Als ich Kind war, haben die tausend Feuer des Ruhrgebiets, die Zechen, Kokereien und Fabriken den Nachthimmel auch über Bottrop erleuchtet. Es gab Smog in der Stadt und Fahrverbote. Doch die Zeit verändert das ... weiterlesen »

RWE-Wertverlust bedroht Kommunen: Milliardenabschreibung

30. Oktober 2013 von | 3 Kommentare

RWE

Den Ruhrgebiets-Kommunen droht eine Milliardenabschreibung auf ihre RWE-Aktien. Wie aus internen Unterlagen der Städte hervorgeht, bewerten etliche Gemeinden große Teile ihrer RWE-Aktien immer noch mit einer Summe von rund 78 Euro je Wertpapier. Insgesamt ist die Rede von 2,9 Milliarden Euro, die Kommunen auf diese Art und Weise in ihren städtischen Bilanzen führen. Tatsächlich aber ist der Wert der RWE-Papiere seit langer Zeit wesentlich niedriger, derzeit liegt er bei rund 27 Euro. Um ihre Bilanzen ... weiterlesen »

Baumafia im Ruhrgebiet: Allzeit bereit

30. Oktober 2013 von | Keine Kommentare

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Die Zentrale der Baumafia in Dortmund lag bis vor wenigen Wochen unscheinbar in einem Wettbüro mit dicht verklebten Fenstern, direkt neben einer Apotheke in Dortmund-Hörde, nur zwei Steinwürfe vom Phoenixsee entfernt. Hier traf sich Rosario P. mit seinen Kunden, um fingierte Rechnungen zu übergeben oder Schwarzgeld zu waschen. Hier wurden Bücher manipuliert und Baukolonnen verschoben. Allein hier gingen innerhalb weniger Monate über drei Millionen Euro über den Tisch, die von Bauprojekten in der Gemeinde abgezwackt ... weiterlesen »

„Mikado”-Studie: Acht von 100 Deutschen sind Opfer sexuellen Missbrauchs

17. Oktober 2013 von | Keine Kommentare

Sexueller Missbrauch

Acht von 100 Deutschen zwischen 18 und 30 Jahren geben an, Opfer sexuellen Missbrauchs zu sein. Das ist das Ergebnis einer deutschlandweiten Befragung, das Wissenschaftler des Forschungsprojekts „Mikado“ am Wochenende während der 28. Münchner Herbsttagung der Arbeitsgemeinschaft für Methodik und Dokumentation in der Forensischen Psychiatrie (AGFP) veröffentlicht haben. Die Forscher haben in ganz Deutschland 7909 junge Erwachsene zwischen 18 und 30 Jahren befragt. Für ihre Erhebung nutzten sie folgende Definition des sexuellen Kindesmissbrauchs: alle sexuellen Erfahrungen eines maximal 13 Jahre alten Kindes mit ... weiterlesen »