Korruption im deutschen Sport: Multifunktionär Hildebrandt

6. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Bernd-Uwe Hildebrandt war lange Jahre Multifunktionär: Manager des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg, Leiter des Olympiastützpunktes, Vorsitzender des Reitclubs Herrenkrug, beim Landessportbund Sachsen-Anhalt Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung des Leistungssports. In all diesen Funktionen hat die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt. Die Vorwürfe: Fördermittelbetrug, Untreue, Bestechlichkeit und Urkundenfälschung. Jetzt soll er auch noch wegen Steuerhinterziehung angeklagt werden. 800.000 Euro Steuerhinterziehung will ihm die Staatsanwaltschaft Magdeburg nachweisen. Angeblich soll es zwei- bis dreimal so viel gewesen sein. Das berichtete ... weiterlesen »

Erste Dokumente im Xella-Skandal: Schadensliste zu Bröselsteinen

2. Dezember 2011 von | 1 Kommentar

Hunderte rufen in der Redaktion an, kommentieren, schreiben. Jetzt veröffentlichen wir eine erste Liste mit Produkthaftpflichtschäden. Auf der Liste sind die betroffenen Straßen in den betroffenen Orten vermerkt. Die Liste kann natürlich nur ein erster, kleiner Anhaltspunkt sein. Eine komplette Zusammenstellung aller Schäden gibt es bislang nicht. Wer Informationen hat, kann sich weiter bei uns melden. Per Mail, in den Kommentaren oder per anonymen Dokument-Upload. Hier also die erste Liste. Zur leichteren Lesbarkeit, drehen Sie die ... weiterlesen »

Interne Schadenslisten belegen: Haniel und Xella kennen die Spur der Steine

1. Dezember 2011 von | 3 Kommentare

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Im Bröselstein-Skandal geraten Haniel und Xella zunehmend unter Druck. Beide Firmen wissen offenbar mehr, als sie glauben machen wollen. Das belegen interne Listen mit Haftpflichtschäden, die der WAZ vorliegen. Sie zeichnen konkrete Lieferwege der Steine nach. Genau darüber aber will Haniel offiziell nichts wissen. Zu Lieferströmen gebe es „keine Informationen“, heißt es. Die Listen sprechen eine andere Sprache. Rund 60 Produkthaftpflichtschäden tauchen darin  auf – nebst Baustoffhändlern, Bauunternehmern und Baustellen. Solche Informationen könnten in ein Risiko-Kataster ... weiterlesen »

Klotz am Bein – Kommentar zu Haniels Erblast

1. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Es gibt sie also doch: Bröselstein-Hinweise, die es laut Haniel offiziell nicht gibt. Warum sollte es sie nicht geben? Weil sie teuer werden können? Ja, sie können sehr teuer werden. Für alle bewiesenen Steinfraß-Schäden muss Haniel zahlen; zumindest bis zum 31.12.2011, dann verjähren Schadensersatzansprüche. Ob damit alle Ansprüche verfallen, darüber entscheiden Gerichte. Eigentumsverletzung und sittenwidrige Schädigung stehen im Raum; Produkthaftungs-, Produktbeobachtungs- und Warnpflichten könnten verletzt worden sein. In dieser Situation ist jeder neu entdeckte Bröselstein ein ... weiterlesen »

Zynisches Spiel – Kommentar zum Bröselstein-Skandal

1. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Es ist ein falsches Spiel, das Haniel und Xella treiben. Da warnt der eigene Verband: Auf diese Steine können Sie nicht bauen! Doch was machen die Haniel-Bosse? Sie gucken aufs Geld statt aufs Gemeinwohl, stellen ihren Profit über die Sicherheit. Ob sie Leib und Leben jener Menschen gefährden, die auf Gips gebaut haben, steht noch dahin. Existenzen gefährden sie ziemlich sicher. Nicht selten hängt das Wohl ganzer Familien an Häusern, deren Unterhaltung bis auf den letzten ... weiterlesen »

Mehr als Einzelfälle: Doping in Westdeutschland am Beispiel Hamm

1. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Giselher Spitzer:

Vor gut zwei Jahrzehnten rannte der SC Eintracht Hamm von Rekord zu Rekord – dank Doping. Das Beispiel zeigt, wie der Betrug in Westdeutschland jahrzehntelang funktionierte. (Original-Dokumente gibt es am Ende des Textes) Hamm, Ende der Achtziger Jahre: Zwei Trainer füttern sechs Frauen jahrelang mit männlichen Hormonen. Der Deutsche Leichtathletik Verband weiß davon, lässt aber geschehen. Heute arbeiten beide Täter wieder im Sport. Öffentlich entschuldigt haben sie sich bis heute nicht. Der SC Eintracht Hamm war jahrelang ... weiterlesen »

BLB-Skandal: Prüfbericht setzt Rütgers’ Staatskanzlei unter Druck

1. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Ein Bericht des Landesrechnungshofes über den Bau des Landesarchives in Duisburg setzt die ehemalige Spitze der Staatskanzlei unter dem damaligen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers (CDU) unter Druck. Gleichzeitig wird bekannt, dass die Partei-Spenden der Bauinvestoren Kölbl und Kruse direkt in die OB-Wahlkämpfe von Sauerland (Duisburg), Sierau (Dortmund) und Paß (Essen) flossen. Wie die Prüfer des Landesrechnungshofes feststellten, hat die Staatskanzlei unter Federführung von Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (CDU) sowie der Landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) bei der ... weiterlesen »

Bauminister Voigtsberger rät Bröselstein-Opfern zu Rechtsbeistand

30. November 2011 von | 1 Kommentar

Im Bröselstein-Skandal bleibt Haniel hart. Der Konzern, der in den 1980er- und 90er- Jahren hunderte Millionen fehlerhafter Kalksandsteine in Umlauf gebracht hat, sieht sich nicht in der Schadensersatzpflicht. „Wir bewegen uns nicht auf rechtlichem Terrain, sondern auf dem Boden der Kulanz“, sagte ein Sprecher der WAZ. NRW-Bauminister Harry Voigtsberger (SPD) scheint davon nicht überzeugt. „Für die Betroffenen müssen die geltenden Gesetze zur Produkthaftung greifen“, sagte Voigtsberger der WAZ. Er nehme „das Problem sehr ernst“. Der Minister ... weiterlesen »

Behörden warnen landesweit vor NSU-Terrorliste

30. November 2011 von | 2 Kommentare

Die Polizei unterrichtet derzeit in ganz NRW Personen, die auf einer Liste mit rund 10.000 Namen und Adressen standen, die bei den Rechtsterroristen des NSU gefunden wurden. Bei der Unterrichtung handelt es sich um ein Formschreiben, dass bei fast allen Personen und Institutionen gleichlautend ist, und vom jeweiligen Polizeipräsidium abgeschickt wird: Am 4 . November 2011 wurden in Eisenach zwei Tatverdächtige eines Bankraubes tot in einem Wohnmobil aufgefunden . Darin sowie in der Wohnung der ... weiterlesen »

Wie der Staat spioniert: Geheimes Dokument zur elektronischen Überwachung

30. November 2011 von | Keine Kommentare

Vorratsdatenspeicherung und Telefonüberwachung: Seit Monaten wird heftig diskutiert, wie viel der Staat darf, wie viel er muss - und wo Grenzen überschritten werden. Jetzt wird es konkret: Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat ein Dokument veröffentlicht, das detailliert die derzeitige Praxis der Datenüberwachung zeigt. Wir publizieren das Dokument. Worum geht es? Die Oberstaatsanwaltschaft hat im Juni 2011 einen Leitfaden zum Datenzugriff erstellt. Das Dokument (siehe unten) ist als Verschlusssache eingestuft. In dem Dokument wird beschrieben, wie heute schon ... weiterlesen »