Schwere Fehler im Fall Envio bleiben ohne personelle Konsequenzen

18. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Regierungspräsident Gerd Bollermann (SPD) räumt schwere Fehler der Bezirksregierung Arnsberg im Envio-Skandal ein, zieht aber keine personellen Konsequenzen. Hausinterne Untersuchungen hätten „keine Hinweise auf korruptes Verhalten ergeben“, auch „keinen Anlass für disziplinarrechtliche Maßnahmen“. Ein dienstrechtliches Vergehen sei entdeckt worden. Die Folgen für die betroffene Person aus dem Umweltbereich der Behörde: „Weisungen und Ermahnungen“. Härter trifft es 360 Männer, Frauen und Kinder, die im Zuge des Envio-Skandals mit krebserregendem PCB vergiftet wurden. Die Opfer täten ihm leid, ... weiterlesen »

Dortmunds OB Sierau und die Grundstücksgeschäfte mit Kölbl und Kruse

14. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Dortmunder Oberbürgermeister Sierau unterzeichnete Grundstücksgeschäfte mit Kölbl und Kruse. Und bekam Spenden für seinen Wahlkampf.

In der Spendenaffäre rund um die Essener Bauunternehmer Stephan Kölbl und Markus Kruse an die Dortmunder SPD gerät die Rolle des heutigen Oberbürgermeisters Ullrich Sierau in den Fokus. Nach Recherchen der WAZ wurden in den Jahren 2007 und 2010 zwei städtische Grundstücke am Gelände des Dortmunder U-Turmes für die Bauunternehmer Kölbl und Kruse reserviert. Beide Geschäfte tragen die Unterschrift von Ullrich Sierau. Ein Grundstück konnten Kölbl und Kruse später kaufen, für das zweite Grundstück wurde eine ... weiterlesen »

Dortmunds OB Sierau weiter unter Druck

12. Dezember 2011 von | 1 Kommentar

Die Spenden der Essener Bauunternehmer Stephan Kölbl und Markus Kruse an die Dortmunder SPD sorgen weiter für Unruhe. Wie jetzt aus Führungskreisen der Partei bekannt wurde, gab es 2009 Stimmen im Vorstand, die sich gegen die Annahme der Spenden aussprachen. Es hieß, Kölbl und Kruse seien über ihre Baupläne am Dortmunder U-Turm zu eng an die Stadt angebunden, um von diesen Geld anzunehmen. Weiter hieß es, nur auf Druck aus dem Umfeld des heutigen Dortmunder ... weiterlesen »

Sie hat die Klimakonferenz gerockt

10. Dezember 2011 von | 1 Kommentar

Anjali

Die Studentin Anjali Appadurai spricht vor der Weltklimakonfernez In Durban in Suedafrika will die Weltklimakonferenz einfach nicht zuende gehen. Seit zwei Wochen und zwei Tagen reden die Delegierten und reden und reden. Heute hat ploetzlich die Studentin Anjali Appadurai vom College of the Atlantic in Maine/USA die Buehne des riesigen Plenarsaals betreten. Geladen war sie als Vertreterin der „Youth Nongovernmental Organizations". Sie hat nur drei Minuten geredet. Doch sie hat die Konferenz gerockt. „Ihr verhandelt mein ... weiterlesen »

Richter verdächtigt Dortmunds OB Sierau der Bestechlichkeit

9. Dezember 2011 von | 1 Kommentar

Dortmunds Oberbürgermeister Ulrich Sierau (SPD) hat es schwer. Foto: derwesten.de

Die Affäre um die Spenden der Bauunternehmer Stephan Kölbl und Markus Kruse an Parteien im Ruhrgebiet weitet sich aus. Wie aus Dokumenten hervorgeht, die der WAZ vorliegen, steht nicht allein der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) im Zentrum des Falles. Ein zweiter Strang zieht sich nach Dortmund und Essen. Hier sind die jeweiligen SPD-Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Reinhard Paß betroffen. In die OB-Wahlkämpfe beider Politiker flossen Spenden von Kölbl und Kruse - in beiden Städten ... weiterlesen »

US-Behörde: Fracking Schuld an schmutzigem Wasser

9. Dezember 2011 von | 1 Kommentar

STOP Fracking - in NRW sind viele Bürger gegen die umstrittene Praxis des Fracking. Archiv-Foto: dapd

In den USA sind sie beim Fracking schon ein paar Schritte weiter, das halbe Land ist voll mit Bohrtürmen. Am gestrigen Donnerstag hat die amerikanische Umweltschutzbehörde nun erstmals offiziell eine Verbindung gezogen zwischen Fracking und verschmutztem Grundwasser. In NRW ist aktuell Fracking-Stopp: Alle warten auf ein Gutachten des Landes. Wird das Grundwasser durch Fracking verschmutzt oder wird es nicht? Gegner des Frackings waren sich schon lange sicher, auch der Film "Gasland" hatte seine Antwort klar gefunden: ... weiterlesen »

Xella zum Prozessauftakt wie die Steine in der Wand: erst hart, dann weich

8. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Paukenschlag beim Auftakt zum ersten Bröselstein-Prozess, Salto rückwärts gleich danach: Vor dem Duisburger Landgericht bestritt Haniel-Rechtsnachfolger Xella gestern jede Verantwortung für die Steine, die sich auflösen und die Existenz eines 73-jährigen Duisburgers bedrohen. Das verwunderte selbst den Richter. Am Nachmittag, als alle Parteien längst wieder zu Hause waren, pfiff Xella den eigenen Rechtsbeistand zurück. Jetzt kommt die Firma dem Betroffenen entgegen. Vor großem Medienaufgebot im randvollen Gerichtssaal hatte Xella-Anwalt Jürgen Witte die harte Welle gefahren. Mehmet ... weiterlesen »

Steinfraß-Schäden sollen nicht verjähren – Bröselstein-Firma vor Gericht

7. Dezember 2011 von | 1 Kommentar

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Im Bröselstein-Skandal sind Verjährungen zunächst vom Tisch. Schadenersatzansprüche, die auf fehlerhaften Kalksandsteinen des Haniel-Konzerns beruhen, verfallen nicht am Jahresende. Das erklärten Bröselstein-Hersteller Haniel und Rechtsnachfolger Xella gegenüber der WAZ. Die Zusage soll Geschädigten die Angst nehmen, ihre Ansprüche nicht mehr rechtzeitig geltend machen zu können. Nach Firmenangaben sind inzwischen rund 400 Objekte von Steinfraß betroffen. Eine Karte der Rhein-Ruhr-Region, die Xella und Haniel als Anzeige in großen Tageszeitungen schalten, zeigt bisherige Schadensschwerpunkte. Danach verbreitet sich der ... weiterlesen »

Xella-Bosse: “Das haben wir falsch eingeschätzt”

7. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

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Die Firma Xella verwaltet Haniels Bröselstein-Erbe. Sie wickelt die Schäden ab. Ein Gespräch mit Vorstandschef Jan Buck-Emden und Finanzchef Heiko Karschti. WAZ: Seit wann wissen Sie von den Bröselsteinen? Jan Buck-Emden: Seit Ende 2001. Ich bin seit Juni 2001 bei Xella. Den Chefposten habe ich im April 2007 übernommen. Ich habe in meiner damaligen Tätigkeit Ende 2001 auf einer Baustelle einen Schaden gesehen. Ich dachte, es läge an einer defekten Kellerabdichtung. Heute bin ich schlauer. WAZ: Aber die ... weiterlesen »

Das teure Klavierfestival Ruhr

7. Dezember 2011 von | 4 Kommentare

Großsponsoren kehren dem Klavierfestival Ruhr den Rücken. Stattdessen sollen bis Ende des Jahres Geldgeber über eine Stiftung gefunden werden. Zudem springt die öffentliche Hand mit ein paar hunderttausend Euro ein. Ausnahmsweise ist nicht die Finanzkrise schuld. RWE, E.ON und Evonik haben dem Klavierfestival Ruhr das Sponsoring gestrichen. Ein Grund: Intendant Franz Xaver Ohnesorg ignoriert seit Jahren die Forderung, den Konzertreigen zu verkleinern. Nun soll eine Stiftung das Klavierfestival langfristig retten. Seit Monaten läuft die Suche nach ... weiterlesen »