Xella-Bosse: “Das haben wir falsch eingeschätzt”

7. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

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Die Firma Xella verwaltet Haniels Bröselstein-Erbe. Sie wickelt die Schäden ab. Ein Gespräch mit Vorstandschef Jan Buck-Emden und Finanzchef Heiko Karschti. WAZ: Seit wann wissen Sie von den Bröselsteinen? Jan Buck-Emden: Seit Ende 2001. Ich bin seit Juni 2001 bei Xella. Den Chefposten habe ich im April 2007 übernommen. Ich habe in meiner damaligen Tätigkeit Ende 2001 auf einer Baustelle einen Schaden gesehen. Ich dachte, es läge an einer defekten Kellerabdichtung. Heute bin ich schlauer. WAZ: Aber die ... weiterlesen »

Das teure Klavierfestival Ruhr

7. Dezember 2011 von | 4 Kommentare

Großsponsoren kehren dem Klavierfestival Ruhr den Rücken. Stattdessen sollen bis Ende des Jahres Geldgeber über eine Stiftung gefunden werden. Zudem springt die öffentliche Hand mit ein paar hunderttausend Euro ein. Ausnahmsweise ist nicht die Finanzkrise schuld. RWE, E.ON und Evonik haben dem Klavierfestival Ruhr das Sponsoring gestrichen. Ein Grund: Intendant Franz Xaver Ohnesorg ignoriert seit Jahren die Forderung, den Konzertreigen zu verkleinern. Nun soll eine Stiftung das Klavierfestival langfristig retten. Seit Monaten läuft die Suche nach ... weiterlesen »

Die Recherche Ohnesorg

7. Dezember 2011 von | 1 Kommentar

Dokumente sind die beste Grundlage für harte Recherchen // Rainer Sturm; pixelio.de

Der erste Hinweis kam im März: Anonym über unser Upload-Portal schickte jemand Infos zu Franz Xaver Ohnesorg, den Stiftungsvorstand des Klavierfestivals Ruhr. Vier Nachrichten bekamen wir in kurzer Folge, insgesamt eine gute Seite mit Infos und Anschuldigungen. Was mache ich als Journalist damit? Hier möchte ich erklären, wie acht Monate später der veröffentlichte Text entsteht. Worum ging es in der anonymen Nachricht? Es ging um Sponsoren- und Fördergelder, um Gerichtsprozesse und um Ohnesorgs Vergangenheit in Köln, New ... weiterlesen »

Nikolaus in Bottrop

6. Dezember 2011 von | 2 Kommentare

Nikolaus hat eine schwere Mütze. Foto: Thomas Nitsche

Ein Kumpel von mir aus Bottrop hat gerade Nikolaus mit seinen Jungs gefeiert - bei anderen Kumpels aus Bottrop, mit deren Jungs. Klar hat einer der Väter den Nikolaus gegeben, mit Bart und Mütze und rotem Sack. Der Nikolaus aus Bottrop hat Geschenke verteilt und mit den kleinen Jungs weise Worte gewechselt. Es gab Glühwein und Spekulatius. Verbürgt ist folgender Dialog. Junge: "Hier Nikolaus, ich hab Dir auch ein Bild gemalt." Nikolaus: "Das ist aber schön." Junge: ... weiterlesen »

Korruption im deutschen Sport: Multifunktionär Hildebrandt

6. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Bernd-Uwe Hildebrandt war lange Jahre Multifunktionär: Manager des Handball-Bundesligisten SC Magdeburg, Leiter des Olympiastützpunktes, Vorsitzender des Reitclubs Herrenkrug, beim Landessportbund Sachsen-Anhalt Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft zur Förderung des Leistungssports. In all diesen Funktionen hat die Staatsanwaltschaft gegen ihn ermittelt. Die Vorwürfe: Fördermittelbetrug, Untreue, Bestechlichkeit und Urkundenfälschung. Jetzt soll er auch noch wegen Steuerhinterziehung angeklagt werden. 800.000 Euro Steuerhinterziehung will ihm die Staatsanwaltschaft Magdeburg nachweisen. Angeblich soll es zwei- bis dreimal so viel gewesen sein. Das berichtete ... weiterlesen »

Erste Dokumente im Xella-Skandal: Schadensliste zu Bröselsteinen

2. Dezember 2011 von | 1 Kommentar

Hunderte rufen in der Redaktion an, kommentieren, schreiben. Jetzt veröffentlichen wir eine erste Liste mit Produkthaftpflichtschäden. Auf der Liste sind die betroffenen Straßen in den betroffenen Orten vermerkt. Die Liste kann natürlich nur ein erster, kleiner Anhaltspunkt sein. Eine komplette Zusammenstellung aller Schäden gibt es bislang nicht. Wer Informationen hat, kann sich weiter bei uns melden. Per Mail, in den Kommentaren oder per anonymen Dokument-Upload. Hier also die erste Liste. Zur leichteren Lesbarkeit, drehen Sie die ... weiterlesen »

Interne Schadenslisten belegen: Haniel und Xella kennen die Spur der Steine

1. Dezember 2011 von | 3 Kommentare

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Im Bröselstein-Skandal geraten Haniel und Xella zunehmend unter Druck. Beide Firmen wissen offenbar mehr, als sie glauben machen wollen. Das belegen interne Listen mit Haftpflichtschäden, die der WAZ vorliegen. Sie zeichnen konkrete Lieferwege der Steine nach. Genau darüber aber will Haniel offiziell nichts wissen. Zu Lieferströmen gebe es „keine Informationen“, heißt es. Die Listen sprechen eine andere Sprache. Rund 60 Produkthaftpflichtschäden tauchen darin  auf – nebst Baustoffhändlern, Bauunternehmern und Baustellen. Solche Informationen könnten in ein Risiko-Kataster ... weiterlesen »

Klotz am Bein – Kommentar zu Haniels Erblast

1. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Es gibt sie also doch: Bröselstein-Hinweise, die es laut Haniel offiziell nicht gibt. Warum sollte es sie nicht geben? Weil sie teuer werden können? Ja, sie können sehr teuer werden. Für alle bewiesenen Steinfraß-Schäden muss Haniel zahlen; zumindest bis zum 31.12.2011, dann verjähren Schadensersatzansprüche. Ob damit alle Ansprüche verfallen, darüber entscheiden Gerichte. Eigentumsverletzung und sittenwidrige Schädigung stehen im Raum; Produkthaftungs-, Produktbeobachtungs- und Warnpflichten könnten verletzt worden sein. In dieser Situation ist jeder neu entdeckte Bröselstein ein ... weiterlesen »

Zynisches Spiel – Kommentar zum Bröselstein-Skandal

1. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Es ist ein falsches Spiel, das Haniel und Xella treiben. Da warnt der eigene Verband: Auf diese Steine können Sie nicht bauen! Doch was machen die Haniel-Bosse? Sie gucken aufs Geld statt aufs Gemeinwohl, stellen ihren Profit über die Sicherheit. Ob sie Leib und Leben jener Menschen gefährden, die auf Gips gebaut haben, steht noch dahin. Existenzen gefährden sie ziemlich sicher. Nicht selten hängt das Wohl ganzer Familien an Häusern, deren Unterhaltung bis auf den letzten ... weiterlesen »

Mehr als Einzelfälle: Doping in Westdeutschland am Beispiel Hamm

1. Dezember 2011 von | Keine Kommentare

Giselher Spitzer:

Vor gut zwei Jahrzehnten rannte der SC Eintracht Hamm von Rekord zu Rekord – dank Doping. Das Beispiel zeigt, wie der Betrug in Westdeutschland jahrzehntelang funktionierte. (Original-Dokumente gibt es am Ende des Textes) Hamm, Ende der Achtziger Jahre: Zwei Trainer füttern sechs Frauen jahrelang mit männlichen Hormonen. Der Deutsche Leichtathletik Verband weiß davon, lässt aber geschehen. Heute arbeiten beide Täter wieder im Sport. Öffentlich entschuldigt haben sie sich bis heute nicht. Der SC Eintracht Hamm war jahrelang ... weiterlesen »