Ferrostaal: Feilschen für die Gerechtigkeit

11. Oktober 2011 von | Keine Kommentare

Ferrostaal muss um die Existenz kämpfen. (Foto: von Born/WAZ FotoPool)

Die Krise des Essener Industriedienstleisters Ferrostaal ist ernster als bislang gedacht. Schon eine Einigung mit der Staatsanwaltschaft München über die angedachte Strafzahlung in Höhe von rund 150 Millionen Euro könnte den Konzern nach Recherchen der WAZ ruinieren. Wie aus einem internen Vermerk der Ferrostaal-Spitze hervorgeht, hatte Vorstand Andreas Pohlmann bereits frühzeitig gewarnt, dass eine Bußgeldzahlung über mehr als 50 Millionen Euro, Ferrostaal in „akute Existenzgefahr“ bringen könnte. Damit aber nicht genug: zusätzlich drohen dem ... weiterlesen »

Neues von der Oh-Gott-Oh-Gott-Halle. Skihalle kippt nach innen

5. Oktober 2011 von | Keine Kommentare

Die Skihalle in Bottrop hat mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Vor allem die Standfestigkeit der längsten In-Haus-Schneepiste der Welt bereitet Fachleuten Sorgen. Wie berichtet haben sich die Stützpfeiler der Halle schon fast 20 Zentimeter verschoben. Neue Gutachten haben dem Gebäude-Betreiber, der niederländischen Unternehmerfamilie Van der Falk, allerdings bestätigt, die Halle halte auch einen Schiefstand von 25 Zentimeter aus, weil die Fundamente der Stützen beschwert worden seien. An der Ursache der Probleme hat das Gewichtaufkippen aber ... weiterlesen »

Schlampereien im PCB-Skandal: Bezirksregierung unter Druck

4. Oktober 2011 von | Keine Kommentare

Neue Schlampereien, neue Unwahrheiten, neue Vertuschungen: Die Bezirksregierung Arnsberg gerät in Sachen PCB immer stärker unter Druck. Nach meinen Recherchen hat die Behörde der Staatsanwaltschaft wiederholt Akten vorenthalten, die sie belasten. Doch der Reihe nach: Am 5. November 2010 tauchte die Kripo bei der Bezirksregierung Arnsberg auf. Sie stellte Beweismaterial sicher. Die Ermittler hätten nun „sämtliche Unterlagen“ der Bezirksregierung zum Fall Envio, versicherte der verantwortliche Hauptdezernent Joachim Schmied in einer Vollständigkeitserklärung. Die Wahrheit war das nicht. Ein ... weiterlesen »

Nahverkehr

3. Oktober 2011 von | Keine Kommentare

Danke für die Infos. Wir schauen, was wir machen können. Interessant ist es jedenfalls. :-)

Sport und Korruption: „Schreiendes Unrecht endlich unter Strafe“

3. Oktober 2011 von | Keine Kommentare

Sebastian Fiedler / Foto: privat

Es geht um Korruption im Sport; am Samstag hatte ich beschrieben, wie schwer es den Ermittlern fällt, Bestechung im Fußball oder Handball zu verfolgen. Als Nachschlag habe ich länger mit Sebastian Fiedler gesprochen. Fiedler hat als Kriminalbeamter jahrelang Wirtschaftskriminalität und Korruption verfolgt. Mittlerweile sitzt Fiedler, 38, im Landesvorstand NRW des Bundes Deutscher Kriminalbeamter. Für die Polizei NRW bildet er Wirtschaftskriminalisten aus. Fiedler will endlich ein Gesetz gegen Korruption im Sport. Das Problem: Das für den ... weiterlesen »

Korruption im Sport ist ohne Strafe, ein neues Gesetz wird blockiert

1. Oktober 2011 von | Keine Kommentare

Der THW Kiel im Jahr 2011 / Foto: Armin Kübelbeck, CC-Lizenz unter Namensnennung

Ich sage das Ergebnis für den Kieler Prozess schon jetzt voraus. Die Staatsanwaltschaft Kiel hat Anklage gegen Ex-Trainer und -Manager von Handball-Rekordmeister THW Kiel erhoben, Kiel soll im Champions-League-Finale 2007 gegen Flensburg die Schiedsrichter bestochen haben, der Prozess läuft und ich prophezeie: Für die vermutete Bestechung wird der Verantwortliche nicht verurteilt - selbst wenn es ihm vor Gericht bewiesen wird. Denn: Korruption im Sport kann nicht bestraft werden. Deutsche Ermittler haben bei der Suche nach ... weiterlesen »

Die dunkle Seite des Sports: Korruption

26. September 2011 von | Keine Kommentare

Korruption und Sport ergänzen sich perfekt, trotzdem berichten Journalisten nur selten darüber. Kommende Woche findet in Köln die Konferenz von Play the Game statt. Eine Beitrag zum Thema mit Beispielen, Kritik und einer Literaturliste, der auch im Journalistik-Journal erscheinen wird. Von Daniel Drepper und Jörg-Uwe Nieland. Kurz vor Weihnachten 2010 brüten Hans Leyendecker, Klaus Ott und Nicolas Richter über der Affäre der Bayrischen Landesbank. Das Recherche-Ressort der Süddeutschen Zeitung findet bei Ex-Manager Gerhard Gribkowsky mehr als ... weiterlesen »

Kundendaten des Wettanbieters bwin werden frei verkauft. Tolle Zielgruppe.

22. September 2011 von | 2 Kommentare

Der Online-Wettanbieter bwin ist in einen Datenskandal verwickelt. Seine Kundendaten werden frei gehandelt.

Der Sportwettenanbieter bwin ist die größte Online-Zockerrunde in Europa. Mit bis zu 30 000 Wetten täglich in 90 Sportarten die Nummer eins der Branche. Das bwin-Logo ziert die blütenweißen Trikots von Real Madrid. Doch der deutsche bwin-Ableger ist nach WAZ-Recherchen in einen schmutzigen Datenskandal verwickelt. Den Informationen zufolge werden Zehntausende von Kundenadressen in der Lotto- und Glücksspielszene frei zum Kauf angeboten. Das geht aus Unterlagen hervor, die uns vorliegen. Sie enthüllen einen skrupellosen Handel mit geschützten ... weiterlesen »

SPD-Minister Jäger: Spendenärger geht weiter

19. September 2011 von | 1 Kommentar

In die Affäre um dubiose Geldflüsse der Duisburger SPD kommt neue Bewegung. Nach meinen Informationen hat die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf zwei Wirtschaftsermittler an die Krefelder Staatsanwaltschaft abgeordnet. Sie sollen dubiosen Geldbewegungen nachspüren, um zu klären, ob der Krefelder Rechtsanwalt Lothar Vauth illegale Parteispenden an die SPD organisiert hat. Vauth war früher selbst als Landratskandidat für die SPD am Niederrhein politisch aktiv und hatte wiederholt für seine Partei gespendet. Darunter auch an die Duisburger SPD, wo er zur ... weiterlesen »

Ferrostaal: Ermittlungen vor der Einstellung

19. September 2011 von | Keine Kommentare

Im Bestechungsskandal um den Essener Industriedienstleister Ferrostaal zeichnet sich eine Einigung ab. Die von der leitenden Münchener Staatsanwaltschaft angestrebte Strafzahlung in Höhe von 277 Millionen Euro könnte halbiert werden, berichtet das Handelsblatt. Dies sei das Ergebnis der Gespräche zwischen den Ferrostaal-Verteidiger und der Staatsanwaltschaft sowie dem zuständigen Richter. Wie ich gehört habe, soll die Reststrafe von rund 140 Millionen Euro über drei Jahre gestückelt werden. Im Gegenzug will die Staatsanwaltschaft auf einen öffentlichen Prozess verzichten. ... weiterlesen »