Banken, Gift und Militär: Die zehn vernachlässigten Medienthemen

17. Juli 2011 von | Keine Kommentare

Eine halbe Billion Euro Steuergeld für Banken - ohne dass die Vergabe von Volksvertretern wirklich kontrolliert wird; flächendeckend Giftstoffe in Schulen - ohne dass die Öffentlichkeit informiert wird; Militärforschung an deutschen Hochschulen - trotz Proteste der Studenten: Die Initiative Nachrichtenaufklärung (INA) hat die am meisten vernachlässigten Themen Deutschlands gewählt. Journalisten berichten über Ereignisse, über Skandale, über Themen, die von Lobbygruppen oder Politikern auf die Agenda gesetzt werden: Themen ohne Lobby, ohne konkreten Anlass, ohne Skandal haben ... weiterlesen »

Ferrostaal: Korruption weltweit

15. Juli 2011 von | Keine Kommentare

Der Essener Industriedienstleister Ferrostaal ist in einen Korruptionssumpf verwickelt

Die Korruptionsaffäre rund um den Industriedienstleister Ferrostaal aus Essen wird immer bedrohlicher für das Unternehmen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Vorstände, und drohen der Firma selbst mit einer Strafzahlung in dreistelliger Millionenhöhe. Damit nicht genug: die Banken lassen Kreditlinien auslaufen, das Geschäftsmodell bricht zusammen, die Besitzer des Konzerns sind zerstritten. Und dann werden auch noch immer mehr Details im internationalen Bestechungsgeschäft von Ferrostaal bekannt. Alles zusammen ein Wirbelsturm, der das Potential hat, das Unternehmen in den ... weiterlesen »

Menschenhandel mit Afrikas Fußballtalenten

14. Juli 2011 von | Keine Kommentare

Fußballstar Didier Drogba, Idol vieler afrikanischer Talente / Foto via Creative Commons: Mark Freeman from Hornchurch, UK

Fußballer aus Afrika sind keine Schuhe aus China, gehandelt werden sie genauso. Junge Fußballer sind die Hoffnung in Ländern, in denen selbst Beamte nur 200 Euro im Monat verdienen. Familien nehmen Kredite auf, um Menschenhändler zu bezahlen, die ihre 15-jährigen Jungs nach Europa bringen. Sie sollen einmal so gut werden, wie Drogba, Essien, Toure - die meisten landen bei Amateurvereinen oder auf der Straße. "Die Klubs verdienen ihr Geld, indem sie billig Talente kaufen, diese vorwärtsbringen ... weiterlesen »

Der Reichtum der Kirche im Pott

9. Juli 2011 von | 3 Kommentare

kirche

Die katholische Kirche im Ruhrgebiet muss Geld sparen. Das ist das, was Norbert Jost gehört hat, als seine Kirche in Bochum-Wattenscheid vor einigen Jahren geschlossen wurde. Norbert Jost ist Senioren-Leiter des örtlichen Kolpingvereins. Die St.-Nikolaus-Kirche war seine Heimat. Nicht mal mehr zum Beten kann heute Norbert Jost in das ehemalige Gotteshaus. Die Kirche soll jetzt an einen Privatmann verpachtet werden, heißt es. 96 Kirchen wurden im Zuge der großen Strukturreform des Ruhrbistums geschlossen. Dazu kommen ... weiterlesen »

Der Kirchenschatz ist zu hoch

9. Juli 2011 von | 1 Kommentar

Es ist nicht verwerflich, dass im Bistum Essen nach harten Reformen ein fettes Kapital gehortet wird. Um eine Institution wie die Kirche über die Jahrhunderte zu retten, ist es nötig, finanziell unabhängig von den Wechselfällen der Geschichte zu werden. Dazu braucht es Kapital. Dazu muss auch schon mal eine Kapelle geopfert werden. Doch mittlerweile hat das Bistum Essen fast ein Viertel seines Vermögens auf der Bank liegen. Warum? Das Bistum sagt, es brauche den Schatz, um ... weiterlesen »

Skandal um Bahnkartell weitet sich aus

9. Juli 2011 von | Keine Kommentare

Die Deutsche Bahn hat jahrelang unter einem illegalen Schienenkartell gelitten

Der Skandal um ein Stahl-Kartell, das sich auf Kosten der Deutsche Bahn bereichert hat, weitet sich aus. Nach Recherchen der WAZ haben interne Ermittler der Bahn festgestellt, dass es auch in den Jahren 2010 und 2011 verdächtige Preisbewegungen im Einkauf gegeben hat, die auf Kartellabsprachen hindeuten. Bisher hieß es, das Kartell der „Schienenfreunde“ sei bereits 2008 auseinandergeflogen. Weiterhin heißt es aus Reihen der Bahn, es werde untersucht, in welcher Höhe Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden können. ... weiterlesen »

Misshandlungen an der Justizschule NRW? Staatsanwalt ermittelt

8. Juli 2011 von | 1 Kommentar

Tritte in den Rücken, ein gebrochenes Nasenbein, paramilitärischer Umgang: Vier Ausbildern an der Landesjustizschule wird vorgeworfen, ihre Schüler misshandelt zu haben. Täglich kommen neue Vorwürfe hinzu, jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft. Zwei ehemalige JVA-Azubis hatten sich Anfang Juli nach Abschluss ihrer Ausbildung an ihre neuen Vorgesetzten gewandt und von den körperlichen und seelischen Misshandlungen erzählt, berichtete der CDU-Landespolitiker Peter Biesenbach am Mittwoch. Der Leiter einer Justizvollzugsanstalt hatte Biesenbach am selben Tag von den Vorwürfen erzählt. Die ... weiterlesen »

Brandschutz auf Zollverein: Im Blindflug durchs Kulturhauptstadtjahr

7. Juli 2011 von | 2 Kommentare

Der neue Bericht zum Brandschutz auf Zollverein

Die Stadt Essen reagiert auf die Berichte über mangelhafte Sicherheitsvorkehrungen auf der Zeche Zollverein. Nach Informationen der WAZ hat das kommunale Bauamt angeordnet, durch den sofortigen Einsatz von mehr Personal die baulichen Mängel im zentralen Komplex des Weltkulturerbes zu kompensieren, um so die Schließung des Gebäudes zu vermeiden. Zudem wurde erst jetzt das Personal umfassend nachgeschult, wie es sich im Brandfall verhalten soll. Zuvor hatten Brandschutzexperten der Firma Hagen-Ingenieure aus Kleve in einem erst jetzt bekannt ... weiterlesen »

Das Schienenkartell oder das Lachen von Hannibal Lecter

30. Juni 2011 von | 2 Kommentare

Die Deutsche Bahn war Zielobjekt eines Stahlkartells

Die Treffen der „Schienenfreunde“ im Hinterzimmer der Duisburger Pizzeria „Da Bruno“ waren keine Lustveranstaltungen. Der Raum hatte keine Fenster und war rundherum gekachelt. Die Teilnehmer der Runde mussten ihre Handys im Auto lassen. Und erst wenn die Türen geschlossen waren, feilschten „Hannibal Lecter“, „das Brüderchen“ und „die Domina“ bei getrockneten Tomaten und eingemachte Auberginen über ihre Quoten. Wer darf wie viele Schienen an die Deutsche Bahn liefern? Die Leute, die sich hier trafen, waren nicht ... weiterlesen »

Die verdrängte Gefahr – Nazis in Dortmund

22. Juni 2011 von | 6 Kommentare

Der in Mecklenburg-Vorpommern ansässige Neonazi Christian Worch organisiert regelmäßig in Dortmund die Antikriegstage mit. Ein Aufmarsch von Neonazis aus dem Osten und dem Westen / Foto: Franz Luthe

Die Botschaft aus dem Osten an die braunen Kameraden liest sich fröhlich. Die „Vollzugskräfte“ der Polizei im Ruhrgebiet sind zum Dortmunder Anti-Kriegstag mal so richtig „verarscht“ worden, berichtet der Neonazi Christian Worch in einer vertraulichen Email an NPD-Kader, die mir vorliegt. Worch freut sich, weil seine Nazis vor den Augen der Polizei endlich öffentlich darüber referieren konnten, für welche weichen Ziele eine „Faustfeuerwaffe“ Kaliber 9 Millimeter Parabellum besonders geeignet ist. Der Neonazi Worch mag diese ... weiterlesen »